Mahnmal der Gegenwart: Bernd Reiter zeigt „Ironie des Schicksals“ auf der NordArt
Eine monumentale Installation über Macht und politische Gewalt
„Die Menschen lernen nicht aus dem Schicksal der Vergangenheit.“ (Bernd Reiter)
Eine MiG-21, legendärer Überschall-Kampfjet der Sowjetunion, trifft auf zwei rabenschwarze amerikanische Straßenkreuzer: einen Cadillac und ein Oldsmobile. 40 schwarze TV-Flachbildschirme schneiden sich wie messerscharfe Schrapnells in die Oberflächen des Abfangjägers und der beiden amerikanischen Limousinen. Was zunächst wie ein dramatischer Zusammenprall wirkt, verdichtet sich bei näherer Betrachtung zu einem Bild politischer Machtverhältnisse: Ost und West, militärische Drohung und zivile Repräsentation, historische Blockbildung und gegenwärtige Eskalation geraten ineinander. Die großformatige Multimedia-Installation „Ironie des Schicksals“ des Kölner Künstlers Bernd Reiter, die als Sonderprojekt auf der NordArt 2026 in Schleswig-Holstein gezeigt wird, reflektiert die tragischen Auswirkungen globaler Machtkämpfe.
Auf den Bildschirmen zu sehen: Bewegtbilder aus dem Ukraine-Krieg mit Kampf, Zerstörung und Leid, die die Installation in die Jetztzeit katapultieren, sowie politische Bilder jener Machtblöcke, die diesen Krieg prägen – mit Bildern zu scheinbar endlosen Sequenzen verdichtet. Der Künstler stellt dabei nicht einzelne Personen in den Vordergrund. Er richtet den Blick stattdessen auf die größeren Kräfte dahinter: auf die Logik der Großmächte, auf die Wiederkehr von Drohung, Abschreckung, Einflusszonen und medialer Selbstinszenierung.
Mit seiner monumentalen Installation „Ironie des Schicksals“ (530 cm x 810 cm x 1550 cm) präsentiert Bernd Reiter sein zentrales Thema „Macht“ nicht abstrakt, sondern durch reale Gegenstände: ein ausrangierter Düsenjäger, schwere Limousinen, Stahl, Schrott, flimmernde Monitore mit dokumentarischem Bildmaterial, Sandsäcke, Panzersperren und die ukrainische Nationalflagge, die die Arbeit in der Gegenwart verankert. Die Installation illustriert keinen Konflikt, sondern macht ihn physisch erfahrbar und beinhaltet darüber hinaus einen medienreflektierenden Ansatz.
Die amerikanischen Luxusautos und die MiG-21 verweisen nicht nur auf den längst beigelegt geglaubten Kalten Krieg zwischen Machtblöcken, zwischen Ost und West, zwischen Autokratie und Demokratie - zwischen unterschiedlichen Systemen. Sie verweisen auf eine erneute Realität der Stellvertreterlogik und der Eskalation: Stellvertreterkriege, von der Ukraine bis in den Nahen Osten, fordern weiterhin zivile Opfer, während Bilder sie zugleich entgrenzen und abstumpfen.
„‘Ironie des Schicksals‘ ist kein historisches Tableau, sondern eine Installation, die sich an der Gegenwart neu justiert“, so der Künstler. Die Arbeit entstand 2016 und wurde unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fortgeschrieben und auf die Aktualität des Ukrainekriegs neu kuratiert. Bernd Reiter konstatiert: „Der bewaffnete Konflikt ist nicht weit weg, er hat Europa erreicht, politisch, medial und moralisch.“
„Die Menschen lernen nicht aus dem Schicksal der Vergangenheit.“ (Bernd Reiter)
Eine MiG-21, legendärer Überschall-Kampfjet der Sowjetunion, trifft auf zwei rabenschwarze amerikanische Straßenkreuzer: einen Cadillac und ein Oldsmobile. 40 schwarze TV-Flachbildschirme schneiden sich wie messerscharfe Schrapnells in die Oberflächen des Abfangjägers und der beiden amerikanischen Limousinen. Was zunächst wie ein dramatischer Zusammenprall wirkt, verdichtet sich bei näherer Betrachtung zu einem Bild politischer Machtverhältnisse: Ost und West, militärische Drohung und zivile Repräsentation, historische Blockbildung und gegenwärtige Eskalation geraten ineinander. Die großformatige Multimedia-Installation „Ironie des Schicksals“ des Kölner Künstlers Bernd Reiter, die als Sonderprojekt auf der NordArt 2026 in Schleswig-Holstein gezeigt wird, reflektiert die tragischen Auswirkungen globaler Machtkämpfe.
Auf den Bildschirmen zu sehen: Bewegtbilder aus dem Ukraine-Krieg mit Kampf, Zerstörung und Leid, die die Installation in die Jetztzeit katapultieren, sowie politische Bilder jener Machtblöcke, die diesen Krieg prägen – mit Bildern zu scheinbar endlosen Sequenzen verdichtet. Der Künstler stellt dabei nicht einzelne Personen in den Vordergrund. Er richtet den Blick stattdessen auf die größeren Kräfte dahinter: auf die Logik der Großmächte, auf die Wiederkehr von Drohung, Abschreckung, Einflusszonen und medialer Selbstinszenierung.
Mit seiner monumentalen Installation „Ironie des Schicksals“ (530 cm x 810 cm x 1550 cm) präsentiert Bernd Reiter sein zentrales Thema „Macht“ nicht abstrakt, sondern durch reale Gegenstände: ein ausrangierter Düsenjäger, schwere Limousinen, Stahl, Schrott, flimmernde Monitore mit dokumentarischem Bildmaterial, Sandsäcke, Panzersperren und die ukrainische Nationalflagge, die die Arbeit in der Gegenwart verankert. Die Installation illustriert keinen Konflikt, sondern macht ihn physisch erfahrbar und beinhaltet darüber hinaus einen medienreflektierenden Ansatz.
Die amerikanischen Luxusautos und die MiG-21 verweisen nicht nur auf den längst beigelegt geglaubten Kalten Krieg zwischen Machtblöcken, zwischen Ost und West, zwischen Autokratie und Demokratie - zwischen unterschiedlichen Systemen. Sie verweisen auf eine erneute Realität der Stellvertreterlogik und der Eskalation: Stellvertreterkriege, von der Ukraine bis in den Nahen Osten, fordern weiterhin zivile Opfer, während Bilder sie zugleich entgrenzen und abstumpfen.
„‘Ironie des Schicksals‘ ist kein historisches Tableau, sondern eine Installation, die sich an der Gegenwart neu justiert“, so der Künstler. Die Arbeit entstand 2016 und wurde unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fortgeschrieben und auf die Aktualität des Ukrainekriegs neu kuratiert. Bernd Reiter konstatiert: „Der bewaffnete Konflikt ist nicht weit weg, er hat Europa erreicht, politisch, medial und moralisch.“