Konzerte / Konzert
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Rostock, Patriotischer Weg 33
- Groove Symphony
- 1. Philharmonisches Konzert: Markus L. Frank / Raphaela Gromes
- Durch Raum und Zeit
- Erlesene Augenblicke
- Concertissimo
- Wechselnde Gefühle
- Melange zu viert
- Monumente
- Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
- Silvesterkonzert
- Schwungkraft
- Meisterhaft
- Romantische Liaison
- Zeremonienmeister
- Fernblick
- 8. Philharmonisches Konzert
- Groß besetzt
- Ewiges auf und ab
- Familienkonzert im Zoo
- Zwischen Welten
- Das Orchester ist mit einem umfassenden und vielgestaltigen Konzertangebot in der Region präsent.
Ereignisse / Festival
Usedomer Musikfestival
19.9. bis 10.10.2026
- Baltic Sea Philharmonic
- Niklas Sivelöv
- Schweden Barock
- Musikalische Inselrundfahrt
- Stockholm Saxophone Quartet
- Stern des Meeres
- Estel Vivó Casanovas
- Lemon Squeezy
- Martin Tingvall
- Diplomatisches Streichquartett
- Tribute to ABBA
- Jugend musiziert
- Große ABBA-Gala
- Annett Renneberg
- Schwedens Mozart
- Fenster zur Welt
- Liegekonzert
- Christina Nilsson
- Die Pellbäcks
- NDR Elbphilharmonie Orchester & Martin Fröst
- David Geringas und Ian Fountain
- Franz Ensemble
- Phaeton Piano Trio
- Pallas Nordica
- In 60 Minuten um die Welt
- Abschlusskonzert des Ostsee-Musikforums
Konzerte
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Konzerte
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Concertissimo
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Leitung und Klavier: Svetlomir Zlatkov Oboe: Manuel Schmidt Violine: Sarabeth Guerra
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Hoch im Norden
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Leitung und Moderation: Svetlomir Zlatkov Edvard Grieg, Christian Sinding, Jean Sibelius, Carl Nielsen u.a.
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Alles romantisch
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Violine: Maria Zontova Leitung und Moderation: Svetlomir Zlatkov Im September 1897, beim Gründungskonzert des Rostocker Orchesters, stand Karl Goldmarks Konzertouvertüre Im Frühling auf dem Programm, ein Stück, welches den damaligen Zeitgeist spiegelt mit einem Klang, dem bis heute die Besetzung eines Philharmonischen Orchesters entspricht. Robert Schumann bemühte sich schon Jahrzehnte zuvor um eine Musik, welche dem neuen Ideal entsprach und ließ sich bei seinen Kompositionen oft von romantischer Literatur inspirieren, wie von Lord Byrons dramatischem Gedicht Manfred. Der nachfolgenden Generation der romantischen Epoche gehörten Johannes Brahms und Antonín Dvořák an und auch Max Bruch zählte zu diesem Umfeld und komponierte sein berühmtestes Violinkonzert in enger Zusammenarbeit mit dem Schumann- und Brahmsfreund Joseph Joachim, der Max Bruchs Violinkonzert 1868 als Solist uraufführte. Beim 1. Classic light stellt sich Maria Zontova, stellvertretende Konzertmeisterin der Norddeutschen Philharmon
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Zeremonienmeister
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Leitung und Klavier: Svetlomir Zlatkov Flöte: Anja Setzkorn
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Groß besetzt
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Klarinette: Claudia Dillner Fagott: Jisu Jeon Horn: Ya-Ting Chang Violine: Sarabeth Guerra, Hui-Tzu Lee Viola: Su Min Oh Violoncello: Luitgard Schwarzkopf Kontrabass: Henry Schwarzkopf Ludwig van Beethoven: Streichquartett C-Dur op. 59 (Rasumowsky-Quartette) Nr. 3 Stefan Schäfer: Transit Oktett für Klarinette, Fagott, Horn, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass Ludwig van Beethoven: Septett Es-Dur op. 20 für Klarinette, Fagott, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass
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Silvesterkonzert
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Sopran: Anna Schoeck Mezzosopran: Kirsten Scott Tenor: Hyunsik Shin Bariton: Grzegorz Sobczak Opernchor des Volkstheaters, Singakademie Rostock e.V. Leitung: Roland Kluttig Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 9 steht wieder auf dem Programm des Volkstheaters, um an den letzten Dezembertagen das alte Jahr zu verabschieden. Damit folgt die Norddeutsche Philharmonie Rostock einer mehr als 100 Jahre alten Tradition aus Leipzig. Dort erklang dieses Werk mit dem Gewandhausorchester unter Arthur Nikisch am späten Silvesterabend 1918, um pünktlich mit dem Schlusschor über Schillers Ode An die Freude das neue Jahr 1919 zu begrüßen und eine musikalische Friedensbotschaft zu senden. Seitdem wird das Werk in vielen Städten und Ländern am Jahresende aufgeführt.
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Meisterhaft
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Violine: Sarabeth Guerra Viola: Su Min Oh Violoncello: Margreta Häfer Klavier: Yoko Kuwahara Ludwig van Beethoven: Trio für Violine, Viola und Violoncello G-Dur op. 9 Nr. 1 / Sonate für Klavier und Violoncello C-Dur op. 102 Nr. 1 Robert Schumann: Klavierquartett Es-Dur op. 47
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Melange zu viert
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Morgenstern Quartett Violine: Bert Morgenstern, Bettina Goffing Viola: Nora Rennau Violoncello: Henning Ladendorf Philip Glass: Streichquartett Nr. 3 Mishima (1999) Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 14 Fis-Dur op. 142 Franz Schubert: Streichquartett Nr. 13 a-Moll op. 29 D 804 Rosamunde
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Durch Raum und Zeit
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Fagott: Jisu Jeon Trompete: Christian Packmohr Klavier: Ulrike Mai Bis ins 17. Jahrhundert reicht die Musik des 1. Kammerkonzertes zurück, welches Solofagottistin Jisu Jeon, der langjährige Solotrompeter Christian Packmohr und die Pianistin Ulrike Mai zusammengestellt haben. Johann Christoph Pezel, der in Mitteldeutschland als Stadtpfeifer tätig war, aber auch in Mähren und Italien gewirkt hat, vertritt mit seiner kontrapunktischen Schreibweise die Blütezeit des Barock. Der Norweger Thorvald Hansen, der Schwede Oskar Frederik Lindberg und der Franzose Adolphe Blanc führen hingegen in die Ära der romantischen Musik, während Blancs Landsmann Eugène Bozza und der walisische Trompeter Ifor James im 20. Jahrhundert zahlreiche Werke für Blasinstrumente komponierten.
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Zwischen Welten
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Violine: Viviane Hagner Leitung: Jonathan Stockhammer Ellen Taaffe Zwilich: Celebration (1984) Erich Wolfgang Korngold: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 Pastorale Wie anders klingt Ludwig van Beethovens Pastorale-Symphonie im Vergleich zu den dramatisch-konfliktgeladenen Nachbar-Werken des Wiener Klassikers! Zur Halbzeit im Beethoven-Jahr gelangt die von einer programmatischen Idee durchzogene Ausnahme Komposition zur Aufführung. Mit mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei wollte der Meister das Werk verstanden wissen und schildert in den fünf Sätzen mehr oder minder naturalistisch seine Erinnerung an das Landleben - ohne dabei die großen Ideen von der allumfassenden göttlichen Natur aus dem Blick zu verlieren. Soll Beethoven seine Inspiration auf Spaziergängen durch die ländliche Umgebung Wiens erfahren haben, führt auch die Spur Erich Wolfgang Korngolds in die Donaumetropole. Einst als Wiener Wunderkind gefeiert, gelang es ihm in amerikanischer Emigration, den speziellen symphonischen Hollywood-Sound zu prägen. Das 1947 geschriebene hochvirtuose Violinkonzert, welches musikalische Motive aus Hollywood-Streifen integriert, bekennt sich klar zum romantischen Wiener Orchesterklang und bringt beim Philharmonischen Saisonabschluss Star-Violinistin Viviane Hagner als Solistin zur Norddeutschen Philharmonie Rostock. Unter der Leitung des amerikanischen Dirigenten Jonathan Stockhammer startet das Konzert mit Celebration, einer repräsentativen Festmusik von Ellen Taaffe Zwilich. Als erste weibliche Pulitzer-Preisträgerin für Musik zählt Zwilich zu den bedeutendsten US-amerikanischen Komponistinnen der Gegenwart.
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Ewiges auf und ab
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Mezzosopran: Megan Kahts Leitung: Florian Krumpöck Claude Debussy: La Mer Drei Symphonische Skizzen (1905) / Trois ballades de François Villon (1910) Peter Tschaikowsky: Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36 Als Peter Tschaikowsky 1877 an der Symphonie Nr. 4 schrieb, begann etwa zeitgleich die umfassende Korrespondenz mit seiner wohlhabenden Gönnerin Nadeshda von Meck. So erfuhr denn auch Frau von Meck über das neue Werk, welches Tschaikowskys emotionale Krise nach seiner gescheiterten kurzen Ehe widerspiegeln sollte: Es ist darin kein Strich, der nicht meinen aufrichtigsten Gefühlen entstammt. Konkrete programmatische Schilderungen lagen ihm allerdings fern, auch wenn er sich dazu hinreißen ließ, seiner Gönnerin eine Inhaltsangabe zu der ihr gewidmeten Symphonie zu liefern. Aufgrund der musikalischen Qualitäten konnte er mit diesem Werk schließlich seine Anerkennung als Symphoniker begründen. Blieb Tschaikowsky zeit seines Lebens eng der französischen Kultur verbunden, widmet sich das Programm des von Florian Krumpöck geleiteten Konzerts vor der Pause einem französischen Komponisten: Claude Debussy. Die Trois ballades de François Villon, die mit der südafrikanischen Mezzosopranistin Megan Kahts erklingen werden, orientieren sich an den literarischen Vorlagen des altfranzösischen Autors, während uns in den symphonischen Skizzen La Mer eine entfesselte und schillernde Klanglichkeit begegnet. Mit der Begeisterung für Natur und außereuropäische Musik, ausgelöst durch das Erlebnis eines indonesischen Ensembles auf der Pariser Weltausstellung 1889, setzt Debussy hier Stimmungen des Meeres klanglich in Szene, vom ruhigen Morgengrauen über bewegte Wellen bis hin zu stürmischer See.
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8. Philharmonisches Konzert
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Tuba: Maximilian Wagner-Shibata Leitung: Danila Grassi Igor Strawinsky: Pulcinella Suite (1919/20, Rev. 1949) Ralph Vaughan Williams: Konzert für Tuba und Orchester f-Moll (1954) Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 Italienische Eindrücke einer Italienreise waren es, die Felix Mendelssohn Bartholdy zu seiner Symphonie Nr. 4 inspirierten. Wenn die junge italienische Dirigentin Danila Grassi am Pult der Norddeutschen Philharmonie Rostock debütiert, hat sie diese Symphonie im Gepäck, in der Mendelssohn besonders in den beiden Ecksätzen alle Register zieht und sprühendes italienisches Temperament hörbar werden lässt. Auch das Eröffnungsstück atmet südländischen Geist: Igor Strawinskys Musik um den langnasigen Pulcinella erweckt die alte Commedia dell’arte zu neuem Leben und kommt dabei ganz klassisch daher. Vorbilder für das 1920 geschriebene Ballett waren Werke des italienischen Barockkomponisten Giovanni Battista Pergolesi sowie ein neapolitanischer Schwank aus dem beginnenden 18. Jahrhundert, in dem Pulcinella als erfolgreicher Charmeur Zorn und Eifersucht der Nebenbuhler schürt. Einer Rarität im klassischen Repertoire, einem Konzert für Tuba und Orchester, widmet sich Maximilian Wagner-Shibata, Solo-Tubist der Staatskapelle Weimar. Verfasst vom 82-jährigen Ralph Vaughan Williams im Auftrag des London Symphony Orchestra anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums, wurde das Werk zunächst verspottet. Die Tuba galt als ein für solistische Parts ungeeignetes Instrument. Es gelang dem Komponisten jedoch, mit diesem virtuosen Konzert die Kritiker vom Gegenteil zu überzeugen und mit technischen und klanglichen Raffinessen die Tuba als Soloinstrument zu etablieren.
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Fernblick
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Violine: Sophia Jaffé Leitung: Nicholas Milton Einojuhani Rautavaara: In the Beginning (2015) Jean Sibelius: Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47 Sergej Rachmaninow: Symphonische Tänze op. 45 Zwei langjährige Freund:innen kehren im März auf das Rostocker Konzertpodium zurück: die Geigerin Sophia Jaffé und der Dirigent Nicholas Milton. Dem Orchester eng verbunden, begeben sie sich auf einen musikalischen Exkurs nach Finnland. Zählt Jean Sibelius’ Violinkonzert mit seinem ergreifenden Ton zu den Klassikern, startet der Abend mit Einojuhani Rautavaaras In the Beginning, dem letzten Werk des 2016 verstorbenen Komponisten. Beide Künstler repräsentieren die Musiksprache ihres Landes auf einzigartige Weise: Sibelius als Begründer einer Nationalmusik und Rautavaara als einer der bekanntesten finnischen Komponisten des 20./21. Jahrhunderts. Nach seinem avantgardistischen Frühwerk fand dieser zu einem sinnlichen und beinahe romantischen Stil, der nicht nur mit seinem Cantus arcticus, einem Konzert für Vögel und Orchester, in aller Welt zu begeistern wusste. Die symphonischen Tänze des im amerikanischen Exil lebenden Sergej Rachmaninow waren ursprünglich als Ballett gedacht, gelangten dennoch in den Konzertsaal. Rachmaninow bezeichnete diesen Zyklus von drei Tänzen, welche reminiszenzartig auf sein Leben und Schaffen zurückblicken, als sein bestes Werk. Dass es am Ende sein Schwanengesang werden sollte, mag er vielleicht geahnt haben.
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Romantische Liaison
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Klavier: Lilit Grigoryan Leitung: Dominik Beykirch Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83 Ethel Smyth: Serenade D-Dur (1889/90) Als Kleines Konzert hatte Johannes Brahms ironisch sein Klavierkonzert Nr. 2 bezeichnet. Dabei beginnt mit dem berühmten Horn-Solo ein monumentales Gebilde, welches die bisherige klassische Konzertform sprengte. Entstanden mehr als zwei Jahrzehnte nach Brahms' erstem Klavierkonzert, zeugt es von einem neuen Verständnis der Gattung. Hatte Beethoven bereits den Orchesterpart von seiner Begleitfunktion erlöst und symphonisch durchgearbeitet, gilt das 1881 von Brahms selbst uraufgeführte B-Dur-Konzert fast als Symphonie mit obligatem Klavier. Beim 6. Philharmonischen Konzert wird sich die aus Armenien stammende Pianistin Lilit Grigoryan der Herausforderung stellen und gleichzeitig ihren Einstand als jüngst berufene Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Rostock geben. Dominik Beykirch, zuletzt Generalmusikdirektor in Weimar, debütiert in Rostock außerdem mit der Serenade von Ethel Smyth. Der in Leipzig ausgebildeten Britin, die sich mit Hungerstreiks ihr Studium erkämpft hatte, gelang damit ihr erstes großes Orchesterstück und bei der Londoner Uraufführung 1890 der künstlerische Durchbruch. Dennoch musste sie sich zeit ihres Lebens in der von Männern dominierten Musikwelt behaupten. Brahms zum Beispiel schätzte zwar ihren kraftvollen, von deutscher Romantik beeinflussten Ton, teilte jedoch mit vielen seiner Kollegen die Vorurteile gegenüber einer Komponistin.
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Schwungkraft
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Klavier: Martina Filjak Leitung: Friedrich Praetorius Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58 Jörg Widmann: Con brio Konzertouvertüre für Orchester (2008) Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93 Der Philharmonische Jahresauftakt unter der Leitung von Friedrich Praetorius, Preisträger des Deutschen Dirigentenwettbewerbs 2025, steht ganz im Zeichen von Ludwig van Beethoven. Mit dem Klavierkonzert Nr. 4 und der international gefeierten Pianistin Martina Filjak, dem Rostocker Publikum seit Jahren eng verbunden, startet die Norddeutsche Philharmonie in das Beethoven-Jahr 2027. Um 1805 entstanden, steht das G-Dur-Konzert exemplarisch für Beethovens Abkehr von eingefahrenen Gleisen: Durch die absolute Gleichberechtigung von Solo- und Orchesterpart wird der Geist der Symphonie im konzertanten Geschehen integriert. Nach der Pause richtet sich der Blick auf einen Beethoven des 21. Jahrhunderts: Die Konzertouvertüre Con brio von Jörg Widmann ist eine ebenso respektvolle wie spielerische Hommage an den Wiener Klassiker. Inspiriert insbesondere von dessen 7. und 8. Symphonie, greift Widmann charakteristische rhythmische Impulse und Gesten auf und weiß, augenzwinkernd mit der musikalischen Tradition umzugehen. Als charmanter Abschluss erklingt Beethovens 1812 geschriebene Symphonie Nr. 8. Ursprünglich als Klavierkonzert konzipiert, steht sie oft im Schatten der größeren Symphonien, besticht aber durch ihren heiteren und humorvollen Ton. Dieses Konzert unter der Leitung von Friedrich Praetorius wird im Rahmen der Konzertförderung Forum Dirigieren - eine Initiative des Deutschen Musikrates - aus Fördermitteln der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) unterstützt.
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Monumente
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Klavier: Olga Scheps Leitung: Rasmus Baumann Antonín Dvořák: Konzert für Klavier und Orchester g-Moll op. 33 Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 12 d-Moll op. 112 Das Jahr 1917 Beim Wiedersehen mit der ECHO-Klassik-Preisträgerin Olga Scheps bringt die Pianistin Antonín Dvořáks Klavierkonzert mit in die Hanse- und Universitätsstadt. Dvořák, der in einfachen Verhältnissen in der böhmischen Provinz aufgewachsen war und es nach Jahren wirtschaftlicher Unsicherheit schwer hatte, als Komponist zu bestehen, fand nicht zuletzt auch mit diesem Klavierkonzert in der Musikwelt Gehör. Der 35-jährige Komponist konzipierte das Werk bewusst nicht als brillantes Solist:innenkonzert, sondern als symphonisch angelegten Dialog zwischen Klavier und Orchester, welcher erstmals bei der Uraufführung 1878 in Prag durch den berühmten Pianisten Karel von Slavkovský erklang. Dmitri Schostakowitschs Symphonie Nr. 12, uraufgeführt zum 22. Parteitag der KPdSU (1961), war in der Zeit des sogenannten Tauwetters entstanden. Nachdem er 1936 und 1948 vom damaligen Stalin-Regime schärfsten Angriffen ausgesetzt war, galt die Musik des mittlerweile weltberühmten und international gefeierten Komponisten inzwischen als linientreu und wurde in seinem Land auch für Propagandazwecke genutzt. Deshalb erklang diese Symphonie mit dem feierlich-bombastischen Schlusssatz häufig bei offiziellen Anlässen. Und dennoch gelang es Schostakowitsch mit diesem Werk, eine Musik zu schreiben, welche die Enge des politischen Systems weit hinter sich lässt. Rasmus Baumann, Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen ist zum zweiten Mal zu Gast in Rostock und wird das Konzert leiten.
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Wechselnde Gefühle
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Violine: Tianwa Yang Leitung: Felix Bender Joseph Haydn: Symphonie Nr. 44 e-Moll Hob. I:44 Trauer-Symphonie Alban Berg: Violinkonzert Dem Andenken eines Engels (1935) Robert Schumann: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 Rheinische Robert Schumanns Rheinische Symphonie ist Zeugnis einer überaus glücklichen Zeit des Komponisten. Gerade in Düsseldorf angekommen, hatte er die Querelen im sächsischen Leipzig und Dresden hinter sich gelassen und im Rheinland einen überaus freundlichen Empfang erfahren. Das fünfsätzige Werk spiegelt eindrucksvoll seine Begeisterung wider, die allerdings nicht lange währen und auf die bald Schumanns tragisches Ende folgen sollte. Dass Joseph Haydns Symphonie Nr. 44 später den Beinamen Trauer-Symphonie erhielt, geht auf die Überlieferung zurück, der Komponist habe sich das Adagio daraus als Musik für seine eigene Beerdigung gewünscht. Als eine Art Requiem war auch Alban Bergs Violinkonzert Dem Andenken eines Engels gedacht. Geschrieben unter dem Eindruck des frühen Todes der 18-jährigen Manon Gropius, Tochter von Alma Mahler und des Bauhaus-Architekten Walter Gropius, zitiert Berg neben einem Kärntner Volkslied auch den Bach-Choral Es ist genug und schuf so ein bewegendes Zeugnis der Trauer. Unter der Leitung des Ulmer Generalmusikdirektors Felix Bender gestaltet die renommierte chinesische Violinistin Tianwa Yang den Solopart bei ihrem vierten Konzert mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock.
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Erlesene Augenblicke
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Norddeutsche Philharmonie Rostock Klarinette: Sebastian Manz Leitung: Marcus Merkel Anna Clyne: This Moment (2022) Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622 Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68 Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert zählt wahrscheinlich zu den Top Ten der beliebtesten klassischen Konzerte. Und wenn Sebastian Manz, der bereits im letzten Jahr mit seinem warmen Klarinettenton in Rostock zu begeistern wusste, den Solopart musiziert, wird dieser Abend ein Muss für alle Klassikfans. Um Mozart kreist auch das kurze Orchesterstück This Moment aus der Feder von Anna Clyne. Die britische Komponistin verarbeitet darin Motive aus dem Requiem des Wiener Klassikers. Unter der Leitung von Marcus Merkel, Chefdirigent am Theater Koblenz, ist nach der Pause Johannes Brahms’ symphonischer Erstling zu hören. Ich werde nie eine Symphonie komponieren, befürchtete der Komponist noch Anfang der 1870er-Jahre. Nach dem übermächtigen Vorbild Ludwig van Beethovens hatten sich viele nicht mehr an diese Form gewagt. Auch für Brahms stellte sich die Arbeit an seiner 1. Symphonie als innere Zerreißprobe dar. Nach jahrzehntelangem Ringen griff er schließlich bei einem Sommerurlaub in Sassnitz auf Rügen einen alten Entwurf wieder auf. An den Wissower Klinken ist eine schöne Symphonie hängen geblieben, verkündete er 1874. Zwei Jahre später beendete er das Werk in Lichtental bei Baden-Baden - und dem 43-Jährigen war damit tatsächlich eine Erneuerung der Gattung gelungen.
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