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Aufführungen | Oper

La clemenza di Tito

Opernhaus Zürich

Premiere: 26.4.2026 Opera seria in zwei Akten Libretto von Caterino Mazzolà nach Pietro Metastasio Ein Putschversuch und der beste Freund ein Verschwörer – doch Tito will lieber auf sein Herrscheramt verzichten, als seine Macht auf Furcht und Schrecken zu gründen. «La clemenza di Tito» ist ein Werk, das die zeitlosen Fragen nach dem Umgang mit der Macht stellt, nach Schuld und Verzeihen. Wolfgang Amadeus Mozarts späte Opera seria enthält einige seiner schönsten Arien und Ensembles. Dirigent Marc Minkowski kehrt mit dieser Neuproduktion zurück ans Opernhaus Zürich, ebenso der italienische Regisseur Damiano Michieletto. Musikalische Leitung: Marc Minkowski Inszenierung: Damiano Michieletto Bühnenbild: Paolo Fantin Kostüme: Klaus Bruns Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger Lichtgestaltung: Alessandro Carletti Dramaturgie: Kathrin Brunner In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Oper

Arabella

Opernhaus Zürich

Lyrische Komödie in drei Aufzügen Libretto von Hugo von Hofmannsthal Umgeben von zahlreichen Verehrern, erträumt sich Arabella den einzig «Richtigen». Sie findet ihn im kroatischen Grossgrundbesitzer Mandryka. Die letzte idealisierte Liebesheirat in der Operngeschichte ist ein Tanz auf dem Vulkan: Die Oper ist in Zeiten tiefer gesellschaftlicher Verunsicherung entstanden. Der operettenhafte Ton in Strauss’ «Lyrischer Komödie» ist merkwürdig gebrochen. 1933 in Dresden uraufgeführt, wurde es von den Nazis zu Propagandazwecken instrumentalisiert. Regisseur Robert Carsen blendet diese gesellschaftspolitischen Umstände nicht aus und verlegt die Handlung in die Hochphase des Dritten Reichs. Die Besetzung vereint unter anderem Diana Damrau, Michael Volle und Pavol Breslik. Musikalische Leitung: Markus Poschner Inszenierung: Robert Carsen Ausstattung: Gideon Davey Lichtgestaltung: Robert Carsen, Peter van Praet Choreografie: Philippe Giraudeau Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger Dramaturgie: Ian Burton, Kathrin Brunner Dauer: 3 Std. Inkl. Pause nach ca. 1 Std. In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Oper

Cardillac

Opernhaus Zürich

Oper in drei Akten Libretto von Ferdinand Lion nach E.T.A. Hoffmann (1. Fassung) Cardillac kann sich von seinen Kunststücken nicht trennen. Der Juwelier muss alle töten, die Schmuck bei ihm kauften. E.T.A. Hoffmanns Novelle «Das Fräulein von Scuderi», eine der ersten Kriminalgeschichten überhaupt, diente Paul Hindemith als Vorlage. Seine Oper von 1926 ist ein Meilenstein in der Entwicklung des Musiktheaters. 100 Jahre nach der Uraufführung in Dresden bringt das Opernhaus Hindemiths erste abendfüllende Oper in einer Neuinszenierung heraus. Bereits zu Beginn der 1920er-Jahre hatte sich Hindemith innerhalb der jüngeren Komponistengeneration eine prominente, nicht selten umstrittene Stellung erarbeitet. Insbesondere seine frühen musiktheatralen Einakter wie «Sancta Susanna» oder «Mörder, Hoffnung der Frauen» sorgten für nachhaltige Aufmerksamkeit und etablierten seinen Namen auch auf den Opernbühnen – als Vorboten von «Cardillac», mit dem ihm erstmals ein bleibender Platz im Opernrepertoire zufallen sollte. Hindemith schuf ein tiefsinniges Künstlerdrama, das den gesellschaftlichen Wert von Kunst und Kunstschaffenden, von Kunst und Besitz, Nutzen, Ethik und Grenzen der Kunst thematisiert. Die Produktion verschafft ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Zürcher Generalmusikdirektor Fabio Luisi, der ein passionierter Anwalt von Hindemiths rhythmusgetriebener, eiskalt-schillernder Partitur ist. Für die Inszenierung zeichnet Kornél Mundruczó verantwortlich, einer der aktuell spannendsten Theater- und Filmemacher («Pieces of a Woman», «Underdog» u.a.). Mundruczó liest «Cardillac» als zeitgenössischen Thriller, als psychologisch hoch aufgeladene Geschichte über Besitz, Obsession und Macht. Der Abend ist ein Spiegel unserer heutigen Konsumgesellschaft, in der das Streben nach materiellen Gütern, nach Status und schnellem Kick eine zentrale Rolle spielen. Cardillac selbst ist eine psychologisch komplexe Figur: ein angesehener Künstler, dessen körperliche Bindung an sein Werk und den Zwang nach Kontrolle ihn zum Dieb und Mörder macht. Die ästhetische Inspiration für das Bühnenbild schöpft aus realen urbanen Orten – vom New Yorker Diamond District bis nach Antwerpen, wo Gold und Diamanten als «Treibstoff des Reichtums» fungieren. Diese glitzernde Welt steht in scharfem Kontrast zur psychologischen Dunkelheit des Stücks: ein Spiel aus schimmernder Oberfläche und innerer Abgründigkeit. Musikalische Leitung: Fabio Luisi Inszenierung: Kornél Mundruczó Ausstattung: Monika Korpa Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot Lichtgestaltung: Elfried Roller Dramaturgie: Kathrin Brunner, Kata Wéber In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer: ca. 2 Std. 05 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 30 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Aufführungen | Tanz

Relations

Aalto-Theater

Premiere: 18.4.2026 Musik von Benjamin Britten, Dirk Haubrich nach Wolfgang Amadeus Mozart, Arvo Pärt, Maurice Ravel Einen dreiteiligen Tanzabend mit Weltklasse-Choreografien verspricht die zweite Premiere der Spielzeit des Aalto Ballett Essen. In „Relations“ treffen zwei Stücke des tschechischen Star-Choreografen Jiří Kylián auf eine Choreografie des renommierten Schweden Johan Inger. Beide Choreografen, die zu den wichtigsten der Gegenwart gehören, sind mit dem Aalto Ballett Essen eng verbunden: Kylián präsentierte in Essen u. a. seinen gefeierten Abend „Archipel“, Inger begeisterte in der Spielzeit 2024/2025 mit „Carmen“ das Essener Publikum. Die Stücke des Triptychons setzen sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Beziehungen auseinander – Beziehungen emotionaler, zwischenmenschlicher, mentaler, körperlicher oder philosophischer Art. Der erste Teil des Abends, Kyliáns zeitlose Choreografie „Forgotten Land“ (1981) zu Benjamin Brittens eindringlicher „Sinfonia da requiem“, thematisiert auf abstrakte Weise die Beziehung zwischen Mensch und Natur, setzt sich mit geografischen wie auch menschlichen Metamorphosen auseinander. Kyliáns „Sleepless“ (2004) zur sphärischen und zugleich kraftvollen Komposition von Dirk Haubrich, basierend auf Wolfgang Amadeus Mozarts „Adagio“ für Glasharmonika und Quartett, untersucht die Beziehung zwischen Wachen und Schlafen, die Dimensionen des Unterbewusstseins ans Licht bringt. Ingers „Walking Mad“ (2001) zu Ravels weltberühmtem „Boléro“ sowie Arvo Pärts puristischer Klavierkomposition „Für Alina“ spürt Beziehungen zwischen Menschen in verschiedenen Formen und Situationen nach. Der Tanz entführt hier auf eine Reise in unser Innerstes, trifft auf Sehnsüchte und Ängste, aber auch die Leichtigkeit des Seins. „Relations“ ist ein zeitgenössisches Tanz-Triptychon der besonderen Art: Es verbindet klassische mit moderner Tanzsprache und innovativen Balletttechniken, die die Vielseitigkeit der Compagnie am Aalto-Theater herausstellen. „Relations“ ist mal mitreißend und laut, mal still und zerbrechlich. Der Abend lädt ein zum Erleben und Spüren von Beziehungen – zu anderen, zu uns selbst, zum Tanz. Dramaturgie: Patricia Knebel Forgotten Land Choreografie: Jiří Kylián Bühne und Kostüme: John F. Macfarlane Licht: Hans-Joachim Haas/Kees Tjebbes Sleepless Choreografie / Bühne: Jiří Kylián Kostüme: Joke Visser Licht: Kees Tjebbes Walking Mad Choreografie / Bühne und Kostüme: Johan Inger Licht: Erik Berglund Altersempfehlung: Empfohlen ab 14 Jahren Hinweise: Einführung 45 Minuten vor jeder Vorstellung
Aufführungen | Oper

Parsifal

Aalto-Theater

Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen von Richard Wagner Dichtung vom Komponisten Wagners „opus magnum“ über Versuchung, Verführung, Religion und Erlösung Auf der Burg Monsalvat schützen Ritter den heiligen Gral. König Amfortas leidet an einer unheilbaren Wunde, zugefügt mit dem heiligen Speer durch den von der Gralsgemeinschaft verwiesenen Klingsor. Gurnemanz weiß, was Amfortas Gesundheit bringen würde: ein reiner Tor, der durch das Fühlen von Mitleid wissend wird. Ein Unbekannter – von dem man hofft, er sei der Erlöser – erscheint. Durch Kundry erkennt Parsifal, dass er Amfortas erlösen und neuer Herrscher der Gemeinschaft werden muss. Er macht sich auf eine Odyssee zu den Gralsrittern, die seine Rückkehr bereits sehnlichst erwarten. Der als Bühnenweihfestspiel bezeichnete „Parsifal“ ist Richard Wagners letztes Musikdrama. Der Komponist behandelt darin die Themen Versuchung, Verführung, Religion und Erlösung. Die kompositorische Übersetzung dieser mündete in ein musikalisches Epos, das durch seinen auratischen und übersinnlichen Klang besticht und mit seinem sich über weite melodische Bögen erstreckenden Fluss eine Kraft entfaltet, die Wagner als „entrückende Wirkung aufs Gemüt“ beschrieb. „Parsifal“ war zum Zeitpunkt seiner Uraufführung 1882 „Zukunftsmusik“, mit der der Komponist die Grenzen der Dur-Moll-Tonalität auslotete, den Orchesterklang reformierte und spektakulärerhabene Verwandlungsmusiken schuf, die die Konzepte von Raum und Zeit verschwimmen lassen. Wagners „opus magnum“ nimmt sich der renommierte Regisseur Roland Schwab an, der 2022 bei den Bayreuther Festspielen seine umjubelte Inszenierung von „Tristan und Isolde“ präsentierte. Für die musikalische Interpretation zeichnet Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti verantwortlich, der sich nach „Tannhäuser“, „Der fliegende Holländer“ und „Tristan und Isolde“ diesem Großwerk widmet. Musikalische Leitung: Erik Nielsen Inszenierung: Roland Schwab Bühne: Piero Vinciguerra Kostüme: Gabriele Rupprecht Video: Ruth Stofer Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot Kinderchoreinstudierung: Patrick Jaskolka Dramaturgie: Patricia Knebel In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln ca. 5 Stunden 20 Minuten, zwei Pausen Empfohlen ab 16 Jahren Einführung 45 Minuten vor jeder Vorstellung
Aufführungen | Operette

Candide

Aalto-Theater

Songtexte von Richard Wilbur mit zusätzlichen Songtexten von Stephen Sondheim, John LaTouche, Dorothy Parker, Lilian Hellman und Leonard Bernstein Erzähltext von Loriot, adaptiert von der Satire Voltaires und dem Buch von Hugh Wheeler Orchestrationen von Leonard Bernstein und Hershy Kay Musical Continuity und ergänzende Orchestrationen von John Mauceri Die Welt ist verrückt – aber sie klingt so schön! Wir leben in der besten aller möglichen Welten – in diesem Glauben wächst der junge Candide am Hof des Barons im beschaulichen Westfalen auf. Ein unschuldiger Kuss mit Kunigunde, der Tochter des Barons, aber sorgt dafür, dass Candides sorgenfreies Leben ein abruptes Ende findet: Aus dem Schloss geworfen, begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise um die Welt, die ihn von einer Katastrophe in die nächste stürzt. Unterwegs zwischen Lissabon und Venedig, Eldorado und Buenos Aires erlebt Candide Krieg und Fanatismus, Naturkatastrophen und Seuchen und entkommt mehrmals selbst nur knapp dem Tod. Kann dies wirklich die beste aller möglichen Welten sein? Als charmanter Erzähler führt der promovierte Musikwissenschaftler und Entertainer Götz Alsmann mit dem feinsinnigen Witz Loriots durch die skurrile Geschichte. „Candide“ – die wohl beste aller möglichen Verbindungen aus Voltaire, Bernstein und Loriot an einem Abend voller Esprit und musikalischer Brillanz! Im Jahr 1759 stellte der französische Philosoph Voltaire der Behauptung seines deutschen Kollegen Gottfried Wilhelm Leibniz, wir lebten in der besten aller möglichen Welten, seine satirische Novelle „Candide ou l’optimisme“ gegenüber, eine absurd-schräge Geschichte über die Verrücktheit der Welt. 200 Jahre später schuf Leonard Bernstein aus dem philosophischen Märchen ein Glanzstück des modernen Unterhaltungstheaters, das den Spagat zwischen Oper, Operette und Musical mit Humor und Hintersinn bravourös meistert. Bernsteins geniale Partitur, die mit viel Augenzwinkern und als Hommage an die europäische Musikgeschichte daherkommt, wird in dieser konzertanten Aufführung ergänzt durch die launigen Zwischentexte des legendären Humoristen Loriot. Musikalische Leitung: Wolfram-Maria Märtig Choreinstudierung: Bernhard Schneider Dramaturgie: Elena Wachendorf In deutscher und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen | Oper

Die Fritjof-Saga

Aalto-Theater

Liebe, Kampf und Magie: Wikinger-Legende erstmals auf der Opernbühne Ingeborg und Fritjof lieben einander, doch Ingeborgs Bruder, König Helge, ist gegen die Verbindung zwischen Prinzessin und Wikinger. Stattdessen verspricht Helge dem feindlichen König Ring Ingeborgs Hand. Guatemi, Helges Königin, verrät, dass Ingeborg noch immer den ins Exil geschickten Fritjof liebt. Dennoch nimmt Ring Ingeborg zur Frau. Als Fritjof Ingeborg bei seiner Rückkehr nicht antrifft, eskaliert die Situation zwischen Helge und Fritjof, große Zerstörung ist die Folge. Ingeborg kommt aus Sehnsucht in ihre inzwischen verwüstete Heimat und wird von Fritjof erwartet, der mit ihr fliehen will. Doch Ingeborg entscheidet sich gegen Fritjof und für Ring. Bei einem Fest des Königs kommt es zu einem Aufeinandertreffen von Ring, Ingeborg, Fritjof und Guatemi. Doch die potenziell gefährliche Situation endet nicht mit Gewalt, sondern mit weisen, hoffnungsvollen Entscheidungen. Liebe, Kampf und Magie: „Die Fritjof-Saga“ hat alles, was eine gute Geschichte braucht. Daher hat die Komponistin Elfrida Andrée diese altnordische Sage in ihrer einzigen Oper vertont. Das Libretto stammt von der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf („Nils Holgersson“). Andrée und Lagerlöf hatten sich 1894 mit „Fritjof-Saga“ beim Wettbewerb zur Eröffnung des neuen königlichen Opernhauses in Stockholm beworben, zu einer Aufführung kam es jedoch nicht. Am Aalto Musiktheater erlebt die Oper der ersten Domorganistin Skandinaviens nun ihre szenische Uraufführung. Das künstlerische Team rund um die Regisseurin Anika Rutkofsky, Preisträgerin des prestigeträchtigen „Ring Award“, schärft mit seiner Inszenierung die ungewöhnliche, weibliche Erzählweise einer archaischen Wikingergeschichte, die mutige Frauenfiguren und erstaunlich moderne Perspektiven in sich trägt. Die Wiederentdeckung erklingt in Essen unter der musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Wolfram-Maria Märtig in einer eigens für diese Produktion erstellten deutschsprachigen Fassung. Die Komposition verrät die Handschrift einer erfahrenen Musikerin und Opernkennerin, die facettenreich alle Instrumente des Orchesters nach romantischer Tradition zur Geltung bringt. Mit Wagner und Grieg teilt sie die differenzierte Ausmalung von Natur und menschlichen Konflikten durch farbenreich-opulente Orchesterklänge, genauso enthält die Musik Lieder und Tänze, die wie bei Weber, Verdi oder Bizet feinfühlig individuellen und kollektiven Emotionen nachspüren. Musikalische Leitung: Wolfram-Maria Märtig Inszenierung: Anika Rutkofsky Bühne: Frank Philipp Schlößmann Kostüme: Bente Rolandsdotter Choreinstudierung: Bernhard Schneider Dramaturgie: Patricia Knebel In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln ca. 2 Stunden, 45 Minuten, eine Pause Empfohlen ab 12 Jahren Einführung 45 Minuten vor jeder Vorstellung Unter der Schirmherrschaft der Botschafterin Schwedens in der Bundesrepublik Deutschland Frau Veronika Wand-Danielsson
Aufführungen | Oper

Das schlaue Füchslein

Staatsoper Unter den Linden

Oper in drei Akten (1924) Musik von Leoš Janáček Text von Leoš Janáček nach der Novelle von Rudolf Těsnohlídek Nichts Geringeres als den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen brachte Leoš Janáček in seiner poetischen Oper vom Schlauen Füchslein auf die Bühne. Es erzählt den Lebensweg der jungen, rebellischen Füchsin Schlaukopf, die vom Förster gefangen wird und auf dessen Hof eine Revolution anzettelt, bevor ihr die Flucht gelingt. In der Freiheit des Waldes gründet sie gemeinsam mit dem Fuchs eine Familie und wird schließlich vom Wilderer erschossen. Sehnsuchtsvoll blickt die scheinbar so zivilisierte Menschenwelt auf die ungezähmte Natur, die ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten von Leben und Lieben folgt. Inspiriert von der Bildergeschichte Rudolf Těsnohlídeks schuf Janáček in seiner 1924 uraufgeführten Oper eine höchst sinnliche, impressionistisch anmutende Musik, die die wechselseitige Verwobenheit von Mensch und Tier vielschichtig reflektiert. In Szene gesetzt wird dieser „tschechische Sommernachtstraum“ von Regisseur Ted Huffman, der damit sein Debüt an der Staatsoper gibt; am Pult steht der ausgewiesene Janáček-Kenner Simon Rattle. Musikalische Leitung: Simon Rattle Inszenierung: Ted Huffman Spielleitung: José Darío Innella, Marcin Łakomicki Bühne: Nadja Sofie Eller Kostüme: Astrid Klein Licht: Bertrand Couderc Choreographie: Pim Veulings Einstudierung Chor: Dani Juris Dramaturgie: Detlef Giese, Elisabeth Kühne Sprache: In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Altersempfehlung: ab 14 Jahren Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal
Aufführungen | Musiktheater

Die Kantine

Theater Münster

Was geht eigentlich hinter den Kulissen des Theater Münster vor sich? Die überraschende Antwort liefern der Komponist und Regisseur Nico Sauer und sein Team. Sie lassen Orchester und Gesang nicht wie gewohnt auf der Bühne, sondern an unterschiedlichen Orten des Gebäudes erklingen. Tätigkeiten der Theatermitarbeiter*innen, die normalerweise im Verborgenen stattfinden, werden von den Künstler*innen beobachtet und in eine musikalische wie szenische Form gebracht. Bei einem Rundgang durch das Haus wird so der Sound des Theaterbetriebs hörbar, Arbeitsabläufe werden reeanactet. Selbst kleinste Details wie das Tippen einer Computertastatur oder das Kreischen einer Säge können Teil der Komposition werden. Musikalische Leitung: Thorsten Schmid-Kapfenburg Regie & Komposition: Nico Sauer Tanzchoreografie: Caroline Beach Bühne: Maria Magdalena Emmerig Kostüme: Jasmin Knitter Lichtdesign: Malte Spitzer Dramaturgie: Katharina Kost-Tolmein, Roland Quitt, Rosa Coppola Das Projekt "Die Kantine" ist Teil von "NOperas!" - einer Initiative des Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm). In Trägerschaft des NRW KULTURsekretariats wird es in Kooperation mit dem Staatstheater Darmstadt und dem Theater Münster realisiert.
Aufführungen | Schauspiel

Toxische Männer

Theater Münster

Premiere: 27.3.2026 „liebe menschen. hallo. schön euch kennenzulernen.“ Die wohlwollende Herrscher-KI kim hat in der nahen Zukunft das Internet ersetzt, um Ordnung in das menschengemachte Chaos zu bringen. kim errechnet, dass männliche Machtfantasien und der daraus resultierende Geschlechterkampf Grund vielen Übels sind. So sorgt kim kurzerhand für eine geschlechtergetrennte Welt, in der die Medizin hoch entwickelt ist, alle einem sinnhaften Job nachgehen und jenseits der Überproduktion optimal versorgt sind. Während kim von diesem verführerischen Frieden träumt, muss Prometheus – der erste Mann, der sich gegen die Götter erhoben und damit die Zivilisation begründet hat – ertragen, dass seine Leber gefressen wird. Bei ihm regt sich Widerstand gegen die göttliche Bestrafung, ebenso keimen Umsturzpläne gegen kim auf. Sollten sie kims Kabel kappen? Wie kaum ein anderer Autor versteht der vielfach ausgezeichnete Dramatiker Konstantin Küspert es, uns in unseren dunklen Befürchtungen bei Betrachtung der Weltlage ein befreiendes Lachen zu ermöglichen. Seine Komödie Toxische Männer vereint die verschiedenen Spielarten des Humors mit einer treffenden Zeitdiagnose und macht uns einen Vorschlag, wie die schöne neue Welt aussehen könnte. Gefördert im Rahmen von Neue Wege vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Regie: Cilli Drexel Bühne: Anna Brandstätter Kostüme: Nicole Zielke Musik: Lori Brückner Dramaturgie: Victoria Weich
Aufführungen | Gala

Gala

OsterTanzTage

Als im Mai 1987 erstmals einige ausgewählte junge Choreograf:innen ihre eigenen Kreationen in Hannover präsentierten, markierte dies die Geburtsstunde eines der renommiertesten Tanzwettbewerbe der Welt: des Internationalen Wettbewerbs für Choreographie. Heute zeigen jährlich bis zu 400 Bewerbungen aus über 50 Nationen die Bedeutung der von der Ballett Gesellschaft Hannover organisierten Plattform und die Offenheit ihres Konzepts. 2026 findet der Wettbewerb zum 40. Mal statt — ein Jubiläum, das gefeiert werden soll. In Kooperation mit dem Staatsballett Hannover zeigt die festliche Gala im Rahmen der OsterTanzTage ein vielseitiges Programm: Eine Arbeit Goyo Monteros trifft auf aktuelle Werke ehemaliger Preisträger:innen, deren Namen heute längst zum „Who is Who“ der Tanzwelt zählen Programm: Goyo Montero: It’s Alright, Ma Staatsballett Hannover Stephan Thoss (Preisträger 1990): Ausschnitt aus Shakespeare & Love Tanz Nationaltheater Mannheim Eyal Dadon (Preisträger 2015): Shuv Tanz Kassel Gregor Zöllig (Preisträger 1996): Ausschnitt aus Das Rauschen der Stadt Tanztheater des Staatstheaters Braunschweig Sofia Nappi (Preisträgerin 2021): The Fridas KOMOCO Florenz Marcos Morau (Preisträger 2013): Millenials MiR Dance Company Gelsenkirchen Edward Clug (Preisträger 2003): Ausschnitt aus Radio & Juliet Ballett Dortmund Honji Wang & Sébastien Ramirez (Preisträger 2012): A l’Origine Wang Ramirez Dance Perpignan/Paris Tu Hoang (Preisträger 2020 & 2023): A Thousand Steps to Silence Of Curious Nature Bremen In Kooperation mit der Ballett Gesellschaft Hannover
Aufführungen | Film

Rahmenprogramm

OsterTanzTage

Ob Tanzfilm, verfilmtes Ballett, Doku oder Spielfilm – das Kommunale Kino im Künstlerhaus begleitet die OsterTanzTage mit einem vielfältigen Programm. Flamenco Carlos Saura / ES 1995 / 100 Min. / FSk k. A. / span. OmU 1.4., 18:00 Uhr, Kommunales Kino im Künstlerhaus Carlos Saura zeigt die Schönheit und die Kraft des Flamenco, ein faszinierendes Zusammenspiel von Bewegung und Rhythmus, Licht und Farben. Dem preisgekrönten spanischen Filmemacher ist 1995 mit seiner Dokumentation eine furiose Mischung aus Tanz, Emotion und Musik mit den besten spanischen Flamenco-Künstlern gelungen, darunter La Paquera de Jerez, Merche Esmeralda, Manolo Sanlúcar, Joaquín Cortés – und auch María Pagés, die bei den OsterTanzTagen mit ihrer Compañía zu Gast ist. Germaine Acogny – Die Essenz des Tanzes Filmpremiere Greta-Marie Becker / D/F/SEN 2026 / 89 Min. / FSK k. A. / franz. OmU Im Anschluss Publikumsgespräch mit Regisseurin Greta-Marie Becker 3.4., 16:00 Uhr, Kommunales Kino im Künstlerhaus Germaine Acogny ist eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen Afrikas, die „Mutter des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes“. Verwurzelt in traditionellen westafrikanischen Tänzen und in der Auseinandersetzung mit europäischen Tanzformen entwickelte sie ihre ganz eigene Acogny-Technik und gründete mit der École des Sables im Senegal eine der wichtigsten professionellen Tanzausbildungsstätten in Afrika. Auf der Biennale de la Danza in Venedig wurde Germaine Acogny 2021 mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Dokumentation von Greta-Marie Becker gibt umfassende Einblicke in die Arbeit und das Leben dieser faszinierenden Künstlerin. Yuli Icíar Bollaín / ES 2018 / 110 Min. / FSK 6 / span. OmU 3.4., 18:00 Uhr, Kommunales Kino im Künstlerhaus Begleitend zum Gastspiel der kubanischen Compagnie Acosta Danza erzählt der Spielfilm Yuli die bewegende Lebensgeschichte Carlos Acostas, der als erster schwarzer Tänzer 1991 den Sprung an das English National Ballet in London schaffte. Seine steile internationale Karriere lässt die spanische Regisseurin Icíar Bollaín in einer reizvollen Kombination aus Biopic und Tanzszenen, in denen auch Acosta als Tänzer zu erleben ist, Revue passieren – ein kraftvoller und berührender Spielfilm über einen Ausnahmetänzer und zugleich eine Liebeserklärung an Kuba – die Geschichte des Landes und die Menschen, die dort leben. Steppenwolf Goyo Montero & Hans Hatulla / Ballett des Staatstheaters Nürnberg / DE 2025 / 85 Min. / FSK k. A. / dt. OV Im Anschluss Publikumsgespräch mit Ballettdirektor Goyo Montero 4.4., 18:00 Uhr, Kommunales Kino im Künstlerhaus Ein großer Entwicklungsroman als episches Balletttheater: Choreograf Goyo Montero fragt in Steppenwolf nach Hermann Hesses gleichnamigem Roman mit den Mitteln des Tanzes und des Theaters nach der inneren Zerrissenheit eines Menschen zwischen bürgerlicher Anpassung und wilder Individualität und deren Wirkung auf die Gesellschaft. Neben der Produktion Schwanensee. Rotbarts Geschichte, die derzeit am Spielplan des Staatstheaters Hannover steht, bietet die aufwändige Verfilmung die einmalige Gelegenheit, ein weiteres Handlungsballett Goyo Monteros auf der Kinoleinwand zu sehen. Tickets ausschließlich über die Kinokasse: kokikasse@hannover-stadt.de oder +49 511 168 455 22
Aufführungen | Musical

Hedwig and the Angry Inch

Theater Konstanz

„Hedwig and the Angry Inch” ist ein schillerndes und berührendes fiktives Biopic. Rock­Queen Hedwig erzählt ihr bewegtes Leben im ewigen Dazwischen. Leidenschaftlicher Rock’n Roll trifft auf Country und wunderschöne Balladen. Für ein Konzert kehrt die „weltweit ignorierte Chanteuse” Hedwig nach Berlin zurück. Als die Welt und diese Stadt noch in Ost und West geteilt waren, fing alles an: Hedwig, damals noch Hansel, lebt jenseits der Mauer und will nur eins – raus aus der Enge des Ostens. Da kommt Corporal Luther Robinson ins Spiel, eine Zufallsbegegnung, die sich als Eintrittskarte in die freie westliche Welt erweist. Luther verliebt sich in den jungen Mann und plant eine Ehe. Es gibt nur ein Hindernis für diese Ehe, doch Luther und Hansels Mutter sind sich schnell einig, „wer gehen will, muss etwas zurücklassen“. Bei der OP läuft nicht alles glatt und Hedwig behält ihren „angry inch“. Das Eheglück währt allerdings nicht lange, Hedwig und Luther trennen sich und viele Männer und Begegnungen später kehrt Hedwig für diesen Auftritt zurück, bei dem sie tiefe Einblicke in ihre Lebensgeschichte gibt und ihrem Ex-Lover Tommy Gnosis, der zur selben Zeit auf einer anderen Bühne der Stadt steht, Paroli bietet. Mit Songs wie „Tear me down“, „Sugar Daddy“ oder „The Angry Inch“ bringen Susi Weber und ihr Team eine musikalische Wundertüte mit einer Lebenskünstlerin im Mittelpunkt auf die Bühne, die voll schnoddrigem Humor eine unglaubliche Biografie erzählt. Regie: Susi Weber Bühne: Luis Graninger Kostüme: Katia Bottegal Dramaturgie: Annika Hilger Mit: Ingo Biermann, Anna Lisa Grebe
Aufführungen | Ballett

Visionary Dances

Wiener Staatsoper

Premiere: 28.3.2026 Drei Choreografien – drei Visionen für ein zeitgenössisches Ballett. Visionary Dances vereint Tanzkünstler, die jeweils einen individuellen Zugang zum akademischen Tanz gefunden und das klassische Ballett in neue Dimensionen geführt haben. Während Twyla Tharp eine der ersten war, die die klassische und moderne Welt verband und deren "In the Upper Room 2026" 40-jähriges Jubiläum feiert, gehören Justin Peck und Wayne McGregor aktuell zu den wichtigsten und gefragtesten Choreografen. Heatscape Musikalische Leitung: Gavin Sutherland Klavier: Yoko Kikuchi Choreografie: Justin Peck Musik: Bohuslav Martinů Bühne: Shepard Fairey Kostüme: Reid Bartelme, Harriet Jung Licht: Brandon Stirling Baker Einstudierung: Michael Breeden, Eric Trope Yugen Musikalische Leitung: Gavin Sutherland Chor: Arnold Schoenberg Chor Konzept, Inszenierung & Choreografie: Wayne McGregor Musik: Leonard Bernstein Bühne: Edmund de Waal Kostüme: Shirin Guild Licht: Lucy Carter Choreinstudierung: Erwin Ortner Yugen ist eine Koproduktion des Royal Ballet London und Het Nationale Ballet Amsterdam In the Upper Room Choreografie: Twyla Tharp Musik: Philip Glass Kostüme: Norma Kamali Licht: Jennifer Tipton Einstudierung: Shelley Washington Werkeinführung 30 Minuten vor der Vorstellung im Gustav Mahler-Saal
Aufführungen | Aufführung

Tide

Münchner Volkstheater

Uraufführung: 11.4.2026 Ein und Aus. Vor und zurück. Wie ein Wellengang hebt und senkt sich die Atmung. Mal schneller, mal langsamer. Nicht nur im Menschen, sondern in allem findet sich eine eigene Atmung, ein eigener Rhythmus. Sei es in der Natur oder in den Gezeiten der Zivilisation. Was geschieht, wenn man für diese allgegenwärtige Atmung eine Wahrnehmung entwickelt? Welche Elemente werden im Strom der Dinge übersehen? Und wir können wir die Fluten der Ereignisse aufhalten um Neues sichtbar zu machen? Diesen Fragen gehen Sophie Haydee Colindres Zühlke und Serhat "Saïd" Perhat in ihrer neuen Produktion auf die Spur. Nach ihrem erfolgreichen Tanztheaterstück "Grey" begeben sie sich gemeinsam mit ihrem Ensemble auf eine Forschungsreise der individuellen und kollektiven Gezeiten. Urbaner Tanz trifft auf experimentelle Formen; organische Bewegungslinien auf harte, akrobatische Elemente. Aus unterschiedlichen tänzerischen Kontexten werden die Körper der Performenden dabei zu eigenen Resonanzräumen, mit denen die Gruppe einen Bewegungsfluss kreiert. Dieser folgt mal persönlichen Transformationen, mal gesellschaftlichen Dynamiken. Die einzelnen Tänzer*innen schwimmen darin mal gegen den Strom oder aber sie lassen sich von ihm tragen.
Aufführungen | Schauspiel

ELEKTRA - 750 PS Vergangenheitsüberwältigung

Münchner Volkstheater

Agamemnon ist tot. Der gefeierte Kriegsheld wird gleich nach seiner Heimkehr von seiner Frau Klytaimnestra und ihrem neuen Liebhaber Aigisthos aus Rache für die Opferung der gemeinsamen Tochter Iphigenie ermordet. Die Geschwister Elektra und Orestes schwören daraufhin, ihrerseits Vergeltung für den heimtückischen Mord am geliebten Vater zu üben. Der Familienfluch ewiger Rache spinnt sich unerbittlich weiter und weiter – bis hinein in die deutsche Gegenwart. Denn in dieser radikalen Überschreibung von Lorenz Nolting und Sofie Boiten richtet sich Elektras Wut nicht länger auf die düstere Vergangenheit der eigenen Familie, sondern auf die belastete Familiengeschichte einer der reichsten Unternehmerdynastien Deutschlands: der Familie Quandt, deren Wohlstand nicht zuletzt auf der jahrelangen Ausbeutung von NS-Zwangsarbeiter*innen durch ihre Vorfahren beruht. Der antike Rachekomplex wird auf ein aktuelles Schuldgefüge angewendet und wirft so zentrale Fragen auf: Wie geht eine nachfolgende Generation mit dem Erbe großer Schuld um? Was bedeutet Verantwortung inmitten kollektiver Verdrängung? Und wie kann Widerstand oder Gerechtigkeit aussehen – auch jenseits archaischer Gewalt und göttlicher Ordnung? Lorenz Nolting und sein Team enthüllen mit ihrer Version des Elektra-Stoffes nicht nur das Fortbestehen von Machtstrukturen, sondern auch das enge Geflecht von Profit und Faschismus. Regie: Lorenz Nolting Künstlerische Mitarbeit: Sofie Boiten Bühne: Nadin Schumacher Kostüme: Lea Jansen Musik: Alexander Zwick Dramaturgie: Leon Frisch
Aufführungen | Film

Studio Dan

Wiener Konzerthaus

Studio Dan Viola Falb, Saxophon Michael Tiefenbacher, Klavier, Keys Martin Ohrwalder, Trompete Raphael Meinhart, Percussion Martina Bischof, Viola Philipp Kienberger, Bass Daniel Riegler, Leitung Ralph Mothwurf, E-Gitarre Michael Stark, Host Anhand ausgewählter historischer und zeitgenössischer Kurzfilme werden verschiedene musikalische Zugänge zum Medium Film vorgestellt. Im Zentrum steht der für das Projekt neu entwickelte Animationsfilm »Sonnensittich« von Fekry Helal und Ralph Mothwurf, die Geschichte eines Außenseiters, die zeigt, wie ein erster Eindruck täuschen kann. Musik von Ralph Mothwurf, Flora Geißelbrecht, Daniel Riegler, Ursula Winterauer Filme von Fekry Helal, Claudia Larcher, Celine Pham , Hans Richter, Thomas Renoldner, Anna Vasof Das Programm entsteht in Kooperation mit dem Filmkurator Thomas Renoldner (BAAF Film) ​Empfohlen ab 12 Jahren
Aufführungen | Oper

Franz Schmidt: Das Buch mit sieben Siegeln / Manfred Honeck

Internationales Musikfest Hamburg

NDR Elbphilharmonie Orchester MDR-Rundfunkchor NDR Vokalensemble Maximilian Schmitt, Johannes Tareq Nazmi, Stimme des Herrn Christina Landshamer, Sopran Catriona Morison, Alt Patrick Grahl, Tenor Gerrit Illenberger, Bass Thomas Emanuel Cornelius, Orgel Dirigent: Manfred Honeck Franz Schmidt: Das Buch mit sieben Siegeln / Oratorium für Soli, Chor, Orgel und Orchester Weltuntergang in Starbesetzung Nichts Geringeres als die Vertonung der »Apokalypse des Johannes« nahm sich Franz Schmidt am Vorabend des Zweiten Weltkrieges vor. Mit einer gigantischen Besetzung und einer effektvollen spätromantischen Klangsprache zeichnet sein Oratorium »Das Buch mit sieben Siegeln« die biblischen Vision vom von der Verbreitung des christlichen Glaubens bis zum Tag des Jüngsten Gerichts nach. In Schmidts Heimatstadt Wien wird das beeindruckende Werk regelmäßig aufgeführt; in der Elbphilharmonie erklingt es zum ersten Mal. »Das Buch mit sieben Siegeln« gilt als eines der letzten großen Monumente der österreichischen Spätromantik und führt die bedeutende Linie von Bachs Passionen und Brahms’ »Deutsches Requiem« eindrucksvoll ins 20. Jahrhundert fort. Damit ist die Partitur beim Dirigenten Manfred Honeck in den besten Händen, der es zur Eröffnung des Internationalen Musikfests Hamburg mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester auf die Bühne bringt. Den Interpret:innen verlangt das monumentale Oratorium Enormes ab. Für den legendären Tenor Peter Schreier war die exorbitant fordernde Partie des Johannes eine Paraderolle; in Hamburg singt nun Maximillian Schmitt den Propheten. Schmitt zur Seite steht eine Riege hochkarätiger Sänger:innen, wie etwa der Bass Tareq Nazmi, der die Stimme Gottes verkörpert, oder die Sopranistin Christina Landshamer als Mutter und Engel. NDR Vokalensemble und MDR-Rundfunkchor singen die schwierigen Chorpartien. Einführung 19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal
Aufführungen | Schauspiel

Die kleinen Meerjungraun

Stadttheater Bern

Das neue Stück von Kim de l’Horizon ist eine Überschrei­bung des Märchenstoffes um die kleine Meerjungfrau. Es ist eine Geschichte über die Sehnsucht nach einem anderen Körper, den Traum von der einzigen wahren Liebe und den Preis, den gesellschaftlicher Aufstieg fordert. An seinem 15. Geburtstag darf das kleine Meer­jungrau endlich an die Meeresoberfläche schwim­men – und entdeckt Ungeheuerliches: einen Marcomann! Wunderschön und auf geraden Beinen. Sofort wird das Meerjungrau von wilden Wünschen gepackt, halb Begehren, halb die Sehnsucht, anders zu sein. Im Tausch für die neue Norm und ein besseres Leben verzichtet es auf Flutschigkeit, schillernde Schuppenpracht und seinen grossen glitzernden Schwanz – und zahlt dafür in der neuen Welt mit Unsichtbarkeit und Schweigens. Kim de l’Horizon ist seit dem Schweizer wie dem Deutschen Buchpreis politisch wie literarisch eine Grösse – und in Bern seit der Hausautor*innenschaft 2021/22 und zwei Inszenierungen bekannt (Hänsel & Greta & The Big Bad Witch sowie Blutbuch). Den neuen Stückauftrag bringt das Trio ACE (Alia Luque, Christoph Rufer, Ellen Hofmann) auf die Bühne. Regie: Alia Luque (Trio ACE) Bühne: Christoph Rufer (Trio ACE) Kostüme: Ellen Hofmann (Trio ACE) Licht: Jonas Bühler Dramaturgie: Felicitas Zürcher ca. 1h 30 Minute
Aufführungen | Tanz

Tanzfestival Steps: Twi/light

Stadttheater Bern

Night Shining Clouds Choreografie: Marioenrico D'Angelo (NEXT STEPS-Artist) Bühne: Verena Hemmerlein Kostüme: Irina Shaposhnikova Vanishing Point Choreografie: Rachelle Anaïs Scott (NEXT STEPS-Artist) Bühne: Lukas Marian Kostüme: Mikaela Kelly Als grösstes Tanzfestival der Schweiz bringt das Migros­-Kulturprozent Tanzfestival Steps alle zwei Jahre herausra­gende Werke des aktuellen zeitgenössischen Tanzschaf­fens flächendeckend im ganzen Land auf die Bühne. Diesmal mit dabei: Bern Ballett und die St. Gallen Dance Company. Im Rahmen des Pilotprojekts NEXT STEPS sind für die beiden Ensembles zwei choreografische Arbeiten entstanden, die nun gemeinsam auf Tour gehen: Night Shining Clouds von Marioenrico D’Angelo und Vanishing Point von Rachelle Anaïs Scott. Vom 5. bis 29. März 2026 findet bereits die zwanzigste Ausgabe von Steps statt.

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