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Wiener Festwochen

15.5. bis 21.6.2026

Time for New Gods! Von Florentina Holzinger bis Robert Wilson, von Narcissister bis Trajal Harrell, von Rébecca Chaillon bis Milo Rau, von Angélica Liddell bis Romeo Castellucci: Zum 75. Jubiläum verwandeln sich die Wiener Festwochen in die REPUBLIC OF GODS. An 34 Orten in ganz Wien werden vom 15. Mai bis zum 21. Juni Mythen und Ikonen zelebriert und hinterfragt, Regie-Lieblinge treffen auf Performance-Ikonen, Welttheater auf Debattenkultur und Sci-Fi-Religion auf uralte Epen beim „aktuell ‚hottesten‘ Theaterfestivals im deutschsprachigen Raum“ (nachtkritik).

Kontakt

Wiener Festwochen
Lehárgasse 11/1/6
A-1060 Wien

Telefon: +43 (0)1 589 22-0
Fax: +43 (0)1 589 22-49
E-Mail: festwochen@festwochen.at

 

Tickets Online, an den Tageskassen oder Abendkassen oder
Telefonisch: +43 1 589 22 11 (Mo–Fr, 10–15 Uhr)
Alle Infos unter: www.festwochen.at/karten/kartenkauf
Bewertungschronik

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© Kampagne: TBWA, Fotograf: Robert Staudinger
Ausstellung

Hype und Hochkultur

75 Jahre Wiener Festwochen in Plakaten

Aus tausenden von Fest­wochen Plakaten schöp­fend, zeigt die Ausstel­lung eine Auswahl der prägendsten Kampagnen der Wiener Festwochen und eröffnet ein außerge­wöhnliches Panorama auf deren Ge­schichte. Manche dieser Plakate spie­geln subtil den Zeitgeist wider, andere lösen bei den Bewohner:innen dieser Stadt sofort Erinnerungen aus: an un­vergessene Theaterskandale, hitzige Debatten – und vor allem an große Kunsterlebnisse. Stadtgesellschaftlich brisante Ereignisse wie die Arena-Besetzung im Jahr 1976 klingen ebenso an wie ikonische Momente, etwa das Falco­-Eröffnungskonzert 1985. Die Plakatchronik zeigt den Wandel der Zeiten und Designsprachen, vor allem aber die Entwicklung des Festivals selbst hin zu seiner heutigen Form und visuellen Identität. Im Zuge der Aus­stellung wird zudem erstmals der ge­samte Bestand des Festwochen Plakat­archivs digital zugänglich gemacht: grafische Experimente, visionäre De­signentwürfe und legendär humorvolle Kampagnen.

Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des MAK – Museum für angewandte Kunst in Kooperation mit der Wienbibliothek im Rathaus
Hinweise

Jede Eintrittskarte der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2026 ermöglicht bis 20. September den ermäßigten Eintritt zu 10 Euro.

Weitere Information unter www.mak.at

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© David Baltzer/bildbuehne.de
Ausstellung

Christoph Schlingensief

Es ist nicht mehr mein Problem!

Zum ersten Mal widmet sich in Österreich eine umfas­sende Einzelausstellung dem visionären deutschen Radikalkünstler Christoph Schlingensief (1960–2010). Bei den Wiener Festwo­chen hatte er im Jahr 2000 mit seiner Container­-Aktion Bitte liebt Österreich – Erste österreichische Koalitionswoche die fremdenfeindliche Regierungspolitik der FPÖ zum Thema gemacht und mit einer Vermischung von Wirklichkeit und Kunst die ganze Stadt in Aufruhr versetzt. Die Ausstellung präsentiert neben der Container­-Aktion weitere zentrale Arbeiten des Ausnahmekünst­lers, wie etwa die Installation Church of Fear, in der Schlingensief nach den An­schlägen vom 11. September 2001 den „Glauben an die Angst“ zum Dogma erhob, die Polit­-Kampagne Chance 2000 – Partei der letzten Chance, Film­arbeiten aus dem Amazonas zu seiner Wagner­-Inszenierung Der Fliegende Holländer oder das Videokunstwerk The African Twin Towers. Die Ausstellung zeigt, wie Schlingensiefs radikal persön­liche Kunst zwischen Provokation und Kunstvertrauen auch heute noch irritiert und inspiriert.

Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, MAK – Museum für angewandte Kunst und Gropius Bau/Berliner Festspiele

Jede Eintrittskarte der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2026 ermöglicht bis 13. September den ermäßigten Eintritt zu 10 Euro.

„BITTE LIEBT SCHLINGENSIEF“
12. Mai, 18 Uhr, Diskussion mit Lilli Hollein, Aino Laberenz und Milo Rau, Moderation: Raphael Gygax. Eintritt frei!

KÜNSTLER:INNENFÜHRUNGEN
15. / 29. Mai, 12. / 19. Juni, jeweils 16.30 Uhr, Programm und Anmeldung unter mak.at

Künstlerisches Team: Kuratiert von Raphael Gygax in Zusammenarbeit mit Aino Laberenz, Ausstellungsorganisation Mario Kojetinsky, Assistenzkurator Max Appel-Palma

Dank: Mit freundlicher Unterstützung des Dorotheum

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© Pauline Viardot-García
Performance

Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2

Lina Majdalanie & Rabih Mroué

Volksstück / Weltpremiere

Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 kreist um die enge Ver­bindung zwischen klassischer Musik und Macht: Als Chopin seinen Marche funèbre (Trauermarsch) komponierte, hätte er wohl kaum ahnen können, dass er einmal bei den Beerdi­gungen ideologisch völlig gegensätzli­cher Führer:innen gespielt werden würde – etwa der britischen Premier­ministerin Margaret Thatcher oder dem Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah. Ist es nicht die Musik selbst, die in solchen Momenten beerdigt wird: wenn sie ihrer Freiheit beraubt und für die Glorifizie­rung von Führer:innen instrumentalisiert wird? Mit unnachahmlicher Schärfe und feinem Humor sezieren Lina Majdalanie und Rabih Mroué das Zusammenspiel von Macht, Tod und Musik. Die aus Beirut stammenden, inzwischen in Berlin lebenden Künstler:innen, deren Werke weltweit gezeigt werden, entwickeln für die Republic of Gods ein genauso hu­morvolles wie politisch brisantes Volks­stück.

Eine gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Volkstheater Wien

Das Volksstück ist inzwischen ein genauso festes wie be­liebtes Ritual in der Freien Republik Wien: Wanderstü­cke mit maximal zwei Schauspieler:innen und wenig Technik, die jedes Jahr von einer:einem anderen Künstler:in insze­niert und in Gemeindezentren, auf Fuß­ballplätzen, Freilichtbühnen und an anderen spannenden Orten aufgeführt werden. Nach Die Rechnung von Tim Etchells(2024) und Ein gefräßiger Schatten von Mariano Pensotti (2025) folgt nun als gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Volkstheater Wien Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 von Lina Majdalanie und Rabih Mroué. Volks­theater auf höchstem Niveau, Welttheater für alle.

Regie: Lina Majdalanie, Rabih Mroué
Mit: Augustin Groz und Claudia Kottal
Dramaturgie: Julia Engelmayer

Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Volkstheater Wien
Weltpremiere Mai 2026, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien

Die Vorstellungen in Wien werden unterstützt von Institut Français d'Autriche.

Sprache: Deutsch
Dauer: ca. 60 Min.
Empfohlen ab 14 Jahren

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© Antonia Mayer
Theater

Mythen des Alltags

Mattias Andersson

Weltpremiere

„15 minutes of fame“ hat Andy Warhol uns einst versprochen. Jeder Mensch und jede Biografie könne zur Keimzelle eines Mythos werden. Nicht nur die Geschichten von Agamemnon, Orest, Ödipus und Co. können folglich den Stoff für große Theaterabende liefern. Auf die Suche nach den neuen Mythen Wiens hat sich der schwedische Regisseur und Autor Mattias Andersson in einem groß angelegten Prozess über ein Jahr hinweg gemacht. Alle Bewohner:innen waren eingeladen, ihre Geschichten zu teilen: „Welcher Moment deines Lebens gehört auf die große Bühne? Und welches Detail daran würdest du doch noch verändern wollen?“, fragte Andersson. Mythen des Alltags lässt die Menschen aus Wien zu den Urheber:innen ihres eigenen Mythos werden. Ihre Biografien fließen in einem polyfonen Panorama der Stadt zusammen und Mattias Andersson, zusammen mit dem Ensemble des Volkstheaters, verdichtet sie zu einem Theaterabend: bewegend, heterogen, komisch und überraschend. Eine Hommage an die Vielfalt.

Eine gemeinsame Produktion des Volkstheater Wien und der Wiener Festwochen I Freie Republik Wien

Regie: Mattias Andersson
Mit: Bernardo Arias Porras, Aleksandra Ćorović, Nancy Mensah-Offei, Paula Nocker, Nick Romeo Reimann, Karoline Marie Reinke, Günther Wiederschwinger, Johanna Wokalek
Bühne, Kostüm: Ulla Kassius 
Musikalische Leitung: Anna Sóley Tryggvádottir 
Licht: Charlie Åström
Dramaturgie: Tobias Schuster 

Produktion: Volkstheater Wien, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziologie der Universität Wien

Sprache: Deutsch, Bosnisch-Serbisch-Kroatisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Empfohlen ab 14 Jahren
Dauer: ca. 2 Std.

PUBLIKUMSGESPRÄCH:
27. Mai 2026, im Anschluss an die Vorstellung

MYTHICAL ARK
Die Offenbarung von Mattias Andersson, 7. Juni

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© Nata Korenovskaia
Theater

DORA ILI KO ĆE DA PROŠIVA PRSLUKE?

Dora or who's going to stitch the vests
Andreja Kargačin

Doroteja Antić, genannt Dora, und die junge Theaterma­cherin Andreja Kargačin sind seit Kindheitstagen Freundinnen. Nun lebt die eine im Exil und die andere weiß nicht, was sie nach der Premiere dieses Stücks in Belgrad erwartet. Im November 2024 begannen in Serbien die Studierendenproteste. Auslöser war der Einsturz des neu re­novierten Bahnhofsvordachs in Novi Sad am 1. November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen; die fahr­lässige, überteuerte Renovierung ist Teil einer Serie von Korruptionsskandalen der regierenden Serbischen Fortschritts­partei. Seit 2024 haben sich die Protes­te zu einer breiten zivilgesellschaftlichen Bewegung entwickelt. Die Reaktion der Regierung: Verhaftungen und Bezich­tigungen des Terrorismus. DORA or Who’s Going To Stitch the Vests basiert auf den intimen Briefen der beiden Freun­dinnen und führt uns in eine Welt der Polizeigewalt, der weiblichen Wut, des Patriotismus sowie der Frage nach einer lebenswerten Zukunft – in einem Land, das Kunst zensiert und Aktivismus kriminalisiert.

Text: Andreja Kargačin, Doroteja Antić
Mit: Andreja Kargačin, Natalija Stepanović, Doroteja Antić
Rechtliche Beratung: Emina Đuran Milić
Dramaturgie, Mentoring: Ana Dubljević
Bühne, Kostüm: Ema Pavlović
Mit Musik von Katarina Ranković Produktion Lenka Miloradović Beratung Borisav Matić, Miloš Lolić

Produktion: BITEF Theatre (Belgrad)
Weltpremiere Dezember 2025, BITEF Theatre (Belgrad)

Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Serbisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 105 min

RESISTANCE NOW! Talk: 14. Juni 2026, Systematic Attacks on Arts and Culture
im Anschluss an die Vorstellung

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© Annemie-Augustijns
Oper

Parsifal

Susanne Kennedy & Markus Selg, Yi-Chen Lin
von Richard Wagner

Richard Wagners letztes Werk führt mitten in die Gemeinschaft um den Heiligen Gral, die in einer tiefen Krise steckt. Die Gralsritter warten auf den „durch Mitleid wissenden Toren“, der sie erlösen soll – und erkennen ihn im jungen Parsifal. Weit über hundert Per­sonen umfasst die Besetzung der großen und als „Bühnenweihfestspiel“ bezeich­neten Komposition Wagners, das er selbst als heiligen Akt verstanden wissen wollte. Die deutsche Regisseurin Susanne Kennedy und der bildende Künstler Markus Selg transformieren diesen Wunsch in die Gegenwart und lassen das Publikum in eine Welt aus archaischen wie futuristischen Ästhet­iken, religiösen Symbolen und KI­-gene­rierten Bildern eintauchen. Inspiriert von christlichen Motiven, Lehren des Buddhismus und Gedanken aus dem Hinduismus schaffen sie ein Ritual auf der Suche nach spirituellen Ebenen hinter den Schleiern der digitalen und materiellen Welt.

Richard Wagner: Parsifal
Ein Bühnenweihfestspiel in drei Akten
Herausgegeben nach dem Text der Richard-Wagner-Gesamtausgabe von Egon Voss und Martin Geck
Weltpremiere September 2025, Opera Ballet Vlaanderen (Gent)

Mit: Russell Thomas (Parsifal), Dshamilja Kaiser (Kundry, Stimme aus der Höhe), Albert Dohmen (Gurnemanz), Kartal Karagedik (Amfortas), Werner Van Mechelen (Klingsor), Kurt Rydl (Titurel), Werner van Mechelen (Klinsor), Kartal Karagedik (Amfortas), Lulama Taifasi (Erster Gralsritter), Smelo Mahlangu (Zweiter Gralsritter), Chelsea Guo (Erster Knappe/Viertes Blumenmädchen), Camila Aguilera Yañez (Zweiter Knappe/Sechstes Blumenmädchen), Martin Piskorski (Dritter Knappe), Timothy Veryser (Vierter Knappe), Maria Chabounia (Erstes Blumenmädchen), Ondelwa Martins (Zweites Blumenmädchen), Mira Alkhovik (Drittes Blumenmädchen), Zofia Hana (Fünftes Blumenmädchen), Dshamilija Kaiser (Stimme aus der Höhe), Dominic Santia (Performer/Choreograf), Ixchel Mendoza, Melyn Chow, Sjaid Foncé, Martina de Domenic, Anna Maria Sturm (Performer:innen) und weiteren
Orchester: ORF Radio-Sinfonieorchester Wien
Chor: Arnold Schoenberg Chor & Gumpoldskirchner Spatzen

Regie: Susanne Kennedy
Konzept: Susanne Kennedy, Markus Selg
Musikalische Leitung: Yi-Chen Lin
Bühne, Video: Markus Selg
Mitarbeit Videodesign, kreative Technologien: Warja Rybakova
Kostüm: Andra Dumitrascu
Licht: Sascha Zauner
Choreografie: Dominic Santia
Dramaturgie: Tobias Staab
Musikdramaturgie: Piet De Volder

Produktion: Opera Ballet Vlaanderen
Koproduktion: Wiener Festwochen I Freie Republik Wien
In Kooperation mit der Volksoper Wien
Mit Unterstützung des Tax Shelter Programms der belgischen Regierung
Mit freundlicher Genehmigung von UNIVERSAL EDITION AG, Wien, in Vertretung von Schott Music GmbH & Co. KG

Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Deutsch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 5 Std. 20 Min., inkl. 2 Pausen

WERKSEINFÜHRUNG:
15. Juni 2026, vor der Premiere (ab 17.15 Uhr)
19. Juni 2026, vor der Vorstellung (ab 17.15 Uhr)

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© Andree Volkmann
Performance

Doppelgänger / Doppelganger

Gob Squad

Weltpremiere

Mit feiner Melancholie umtanzen Gob Squad in ihren Arbeiten das anarchische Chaos des Seins. So haben sie sich in die Her­zen des internationalen Publikums ge­spielt und wurden kürzlich mit dem Silbernen Löwen der Theater­-Biennale in Venedig ausgezeichnet. Unvergessen ist in Wien die Produktion Kitchen des deutsch­britischen Performance­-Kol­lektivs, in der die Performer:innen nach und nach durch das Publikum ausge­tauscht werden. Doppelgänger/Doppelganger knüpft an diese legendäre Arbeit an. Im Zentrum steht die Rekonstruk­tion einer vertrauten Szene: eine fami­liäre Geburtstagsfeier, inspiriert von Aufnahmen und Erinnerungen aus der Jugend der Gob­-Squad­-Mitglieder. Doch wer spielt hier welche Rolle? Und wer entscheidet überhaupt, was als Nächstes geschieht? Schnell zeigt sich: Hier bestimmen mehr Personen das Geschehen als zunächst gedacht. Die Geburtstagsgesellschaft kippt in eine surreale Vision voller unerwarteter Wendungen, in der verschiedene Iden­titäten und Stimmen unerbittlich darum kämpfen, gehört zu werden.

Konzept: Gob Squad
Entwicklung und Performance: Johanna Freiburg, Sean Patten, Tatiana Saphir, Sharon Smith, Berit Stumpf, Sarah Thom, Bastian Trost, Simon Will
Sounddesign: Sebastian Bark, Julio Zúñiga
Videodesign: Miles Chalcraft
Bühne und Kostüm: Nina von Mechow, Amir Baltić
Licht und Technische Leitung: Chris Umney
Dramaturgie und Produktionsleitung: Christina Runge
Künstlerische Mitarbeit: Katharina Joy Book, Ben Goldby, Simon Kernen
Assistenz Bühne und Kostüme: Tina Hübner
Company Management: Heleen De Boever, Caroline Gentz, Talea Schuré, Grischa Schwiegk

Produktion: Gob Squad
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, HAU Hebbel am Ufer Berlin, &Espoo Theatre
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds (Deutschland)
Gob Squad werden von der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin institutionell gefördert.

Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Deutsch, Englisch
Dauer: ca. 90 Min.

PUBLIKUMSGESPRÄCH:
19. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

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© Star-Bound Goze (The Sorrow of Misao the Blind Itinerant Singer), 1971 Shin
Theater

埋火 / Sleeping Fires

Kurō Tanino

Im Jahr 1840 lebt hundert Kilometer nördlich von Edo, dem heutigen Tokio, auf einem abgelegenen Bauern­hof die blinde Frau Iku mit ihrem Mann. Die Dorfbewohner:innen besuchen Iku für therapeutische Massagen, denn ihre Berührungen lindern nicht nur die Lei­den des Körpers, sondern auch jene des Herzens. Als der Winter in den Bergen hereinbricht, erscheint eine junge blinde Frau, Sayo, um die Kunst der Massage zu erlernen – und die Erzählung nimmt eine unerwartete Wendung … In Sleeping Fires erzählt der japanische Theater­macher Kurō Tanino die Begegnung von Sayo, einer von Gewalt verletzten Frau, mit Iku, die den Schmerz anderer tiefer spürt als irgendjemand sonst. Ge­meinsam mit blinden Performerinnen und im realistischen Bühnenbild einer ländlichen, zutiefst spirituellen Welt erzählt Tanino, Meister der Poesie des Alltags, eine genauso intime wie uni­versale Geschichte: von Schmerz und der Hoffnung, die dann entsteht, wenn Menschen einander „berühren“.

Text, Regie: Kurō Tanino
Mit: Susumu Ogata, Ineko Kawai, Takao Shibata, Rio Sekiba, Natsue Hyakumoto
Bühne: Michiko Inada
Musik: Yu Okuda
Licht: Masayuki Abe
Sounddesign: Koji Sato
Video: Nobuhiro Matsuzawa
Kostüm: Mariko Tomoyoshi
Regieassistenz: Hatsune Sakai
Inspizienz: Masaya Natsume, Akari Kitano
Assistenz Inspizienz: Tatsuhiko Ito
Videotechnik: Azusa Saito
Untertitel: Saki Sahara
Company Management: Chika Onozuka

Produktion: Niwa Gekidan Penino, Arche LLC
Coproduktion: NO Limits
Mit Unterstützung von Arts Council Tokyo
Weltpremiere März 2026, No Limits Festival (Hongkong)

Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Japanisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 110 Min.

PUBLIKUMSGESPRÄCH:
20. Juni, im Anschluss an die Vorstellung

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soju.studio / SIRENE Studio
Installation

Transmythical

Universität Angewandte Kunst Wien
Klasse für Transmediale Kunst

Das schwimmende Haus der Republik lädt dieses Jahr zu einer Reise durch Nebelräume und Zwischenwelten. Let us sail into an ocean of color, bodies and sound: Für die Republic of Gods entwerfen die Studieren­den der Klasse Transmediale Kunst eine Kosmologie von My­then aus aller Welt. Hier wird sinn­liche Erfahrung zur Methode der Erkenntnis: Ekstatische Rituale und Bildwelten öffnen Übergänge zwischen Traum und Wirklichkeit, Hoffnung und Verzweiflung, und Sagengestalten wie das Donau­weibchen werden zum Leben er­weckt.

Jeden Mittwochabend ge­stalten die Studierenden eine einmalige Special Edition von Transmythical mit Installationen, Performances und Musik!

Mittwoch bis Sonntag
Jeden Mittwoch: Special Edition
Haus der Republik – Badeschiff
Eintritt frei!

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© soju.studio / SIRENE Studio
Diskussion

Holy Spring: The End of the World

Fabian Scheidler & Tadzio Müller

Steuert die Menschheit ihrem Ende entgegen? Religiöse Sekten erwarten die Apokalypse, während Kapitalismuskritiker:innen und Kollapsolog:innen mögliche Zu­sammenbrüche analysieren. Ein Abend über die Faszination des Weltuntergangs und die Chancen des Umbruchs.

Sprache: Deutsch

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© SIRENE Studio
Konzert

Club der Republik – Konzert

Jeden Freitag

Nenda, Sakura, Lorenz Ambeek und Xavier Plus – das klingt nach dem Line­up eines Musikfestivals, ist in Wahrheit aber die Besetzung der Festwochen Band Gods Republic , dem popmusikalischen Kraftzen­trum der Republic of Gods. Für die große Eröffnung auf dem Helden­platz aus der Taufe gehoben und mit kosmischer Kraft gesegnet, kuratiert jedes ihrer Mitglieder im Laufe des Festivals einen Freitag­abend im Club der Republik: Neben dem eigenen Set präsentie­ren sie unterschiedlichste Musi­ker:innen der Wiener und inter­nationalen Szene. Ein Kaleidoskop unvergesslicher Konzerte, das die Republik zum Beben bringt.

Nicht am 22. Mai!

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© SIRENE Studio
Party

Club der Republik – Party

Jeden Samstag

Jeweils in der Nacht von Samstag auf Sonntag feiert die Freie Repu­blik Wien mit Nachtschwärmer:in­nen, Party­-Kollektiven und Koope­rationspartner:innen rauschhafte Partys zwischen Ritual und Hin­gabe. Der Club der Republik zele­briert die Religion des Lebens!

22-4 Uhr

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© soju.studio / SIRENE Studio
Performance

Mythical Ark: Gretchenfrage

Lulu Obermayer

Wie hast du’s mit der Religion? – fragt Gretchen Faust. Lulu Obermayer, die sowohl in der Oper, im Theater als auch im Performancebereich zu Hause ist, erkundet mit Gretchen-frage, wie liturgische Formen und Rituale als ästhetische DNA im westlichen Theater fortwirken.

Sprache: Deutsch
Dauer: ca. 60 Min.

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© DTS
Diskussion

Götter­dämmerung

Finale im Haus der Republik

Am Sonntag, den 21. Juni, sind alle Sterblichen und Unsterblichen eingeladen, das Finale der Republic of Gods (und die Sommersonnenwende) im Haus der Republik zu zelebrieren. Das Badeschiff und die Sonnendecks sind ab 10 Uhr geöffnet und es gibt Programm bis in die Nachtstunden. Das Volksstück macht ein letztes Mal halt und die Workshop-Reihen Woran wir glauben und Oh my Godness! zeigen, was sie über den Festivalzeitraum erarbeitet haben. Der Rat der Republik diskutiert in einer öffentlichen Sitzung die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zu den Punkten Fundraising und Quoten aus der Wiener Erklärung – also der Frage nach Repräsentation und Kapital, den zwei heimlichen Göttinnen unserer Zeit. Bei Sonnenuntergang findet auch noch ein letztes Mal die Performancereihe Mythical Ark statt. Und wenn das Wetter hält und das mythische Donauweibchen einwilligt, dann wird geschwommen … ein Übergangsritus der besonderen Art.

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© DTS
Gespräch

Campus

Workshops, Gespräche für Studierende

Der Campus im Haus der Republik bietet mitt­lerweile jedes Jahr mehr als 150 Studie­renden aus der ganzen Welt ein Forum. Dieses Jahr heißt die Freie Republik Wien Gruppen aus Wien, Linz, München und Bratislava willkommen. Die Studierenden besuchen Vorstellungen und neh­men an einem kuratierten Pro­gramm aus Diskussionen, Work­shops und Vorlesungen teil. Ein Ort interdisziplinärer Begegnun­gen, spannender Impulse und neuer Netzwerke.

In Kooperation mit Academy of Performing Arts Bratislava, Akademie der bildenden Künste Wien, Kunstuniversität Linz, Max Reinhardt Seminar, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Theaterakademie August Everding München, Universität für angewandte Kunst Wien, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Universität Wien

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© DTS
Kinderprogramm

Workshop-Reihe von A.R.E.A.L.: Oh my Godness!

Für Kinder und Jugendliche (8–14 Jahre)

Hast du schon einmal ein göttliches Wesen gesehen? Im Kinder- und Jugendprogramm im schwimmenden Haus der Republik dreht sich alles um das Äußere und Innere von Göttern und Göttinnen: Wie sehen sie aus? Sind sie unsichtbar oder zeigen sie sich nur jenen, die fest an sie glauben? Und kann man sie eigentlich hören? In den Workshops entwerfen die jungen Teilnehmer:innen gemeinsam göttliche Wesen, die alle ein zentrales Element verbindet: das Wasser. Mit ausgedienten Schwimmnudeln, Schläuchen, Schwimmreifen und Flügerln ent-stehen einzigartige Wasserwesen. Neben dem Bauen und Gestalten werden in einer Soundwerkstatt die Stimmen und Klänge der neuen Gottheiten erforscht und in der Grafikwerkstatt außerdem Spielkarten und Poster gestaltet, die ihre Superkräfte sichtbar machen. So entsteht ein ganzes audiovisuelles Universum rund um die frisch erschaffenen Wasserwesen!

Künstlerische Leitung: Moritz Matschke, Anna Pech (Bildungs- und Kulturverein A.R.E.A.L.)

Termine öffentliche Workshops: 30. Mai, 6. Juni, 11–17 Uhr
Abschlusstag: 21. Juni

Workshoptermine für Schulklassen:
20./21./27./28. Mai, 3./10./11./17./18. Juni
3 Schulstunden / Uhrzeit nach Vereinbarung

Anmeldung unter outreach@festwochen.at

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© DTS
Kinderprogramm

ZOOM Kindervorlesung: Warum? Darum! Aber warum darum?

Für Schulklassen (3. bis 5. Schulstufe)

Im Rahmen der Republic of Gods machen die ZOOM Kindervorlesungen, die seit 2003 junge Menschen ab acht Jahren für unterschiedlichste Forschungsbereiche begeistern, erneut Station im Haus der Republik. Zwei Kindervorlesungen für Schulklassen verwandeln das Badeschiff in einen Ort des lebendigen Diskurses für Kinder und Jugendliche. Das junge Publi-kum darf und soll Fragen stellen, sich einbringen und die Vortragenden mit seiner Neugierde herausfordern.
Schon einige Wochen vor Beginn des Festivals haben Kinder und Jugendliche bei Spezial-Workshops im ZOOM Medienbereich die Möglichkeit, ihre Ideen und Perspektiven zur Republic of Gods in Form von Trickfilmen zu verarbeiten.
Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Filmvorführung im Festivalzentrum zu sehen sein.

In Kooperation mit ZOOM Kindermuseum

Sprache: Deutsch

Anmeldung unter presse@kindermuseum.at

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© DTS
Kurs

Workshop-Reihe von Demokratie, was geht?: Woran wir glauben

Für Jugendliche/junge Erwachsene (14-25 Jahre)

In dieser Workshop-Reihe bekommst du Raum, laut zu werden – mit Worten, Bildern, Beats oder deiner Stimme. Gemeinsam experimentieren wir und finden Wege, um Gedanken, Zweifel, Wut, Hoffnung oder Visionen hör- und sichtbar zu machen. Was glauben wir, was macht uns Mut und was muss sich verändern?
Wir diskutieren Fragen zu Sprache und Vielfalt, Gemeinschaft und Solidarität, Identität und Zugehörigkeit und finden künstlerische Ausdrucksweisen. Zum Abschluss, am letzten Tag des Festivals, gibt es eine Bühne für diese Geschichten, die selten Platz bekommen – von dir erzählt, gestaltet, performt. Hier bestimmst du die Botschaft!

Workshop-Reihe von Demokratie, was geht?: Woran wir glauben bewerten:

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© Oliver Gross
Kinderprogramm

In Kooperation mit MellowYellow: Schulworkshop zu KASSANDRA

Für Kinder und Jugendliche (ab 12 Jahren)

MellowYellow, das inklusive Kunstprojekt für Schulen, startet 2026 erstmals eine Zusammenarbeit mit der Freien Republik Wien. Im Stück KASSANDRA lässt die polnische Regisseurin Marta Górnicka einen Chor moderner Kassandras verschiedener Generationen, Sprachen, Hintergründe und Fähigkeiten auftreten, deren Stimmen oftmals ungehört bleiben. Als Vorbereitung auf diesen Theaterbesuch kommt MellowYellow mit Kunst-Interventionen voller bewegter Kreativität in die Schulklasse.

Mit MellowYellow wird der Turnsaal zur Bühne und die Schulglocke zum Soundtrack. Durch das künstlerische Arbeiten auf Augenhöhe vermittelt MellowYellow zeitgenössische Tanzkunst, körperlichen Ausdruck und Inklusion. Inklusion? - Wir reden nicht viel darüber, wir bringen sie einfach mit.

Professionelle Künstler:innen kommen im sogenannten Mixed-Abled Team – bestehend aus Künstler:innen mit und ohne Behinderung – für 1,5 Tage in die Schule. Die Schüler:innen bekommen die Möglichkeit, sich spielerisch an der künstlerischen Praxis auszuprobieren, erheben gemeinsam ihre Stimme und werden so ganz nebenbei an die Themen des Theaterstücks herangeführt.

Ablauf:
Zw. 18. Mai und 2. Juni (Termin nach Vereinbarung)
10–15.30 Uhr Aktionstag in der Schule
3. Juni: 19.30 Uhr Vorstellungsbesuch KASSANDRA von Marta Gornicka, Akademietheater
Zw. 8. und 19. Juni (Termin nach Vereinbarung): Reflexionstreffen (ca. 2 Stunden) in der Schule

Die Aktionstage können kostenlos angeboten werden, für die Schulen entstehen einzig die Kosten für den Theaterbesuch von 9 Euro pro Person.

Anmeldung unter outreach@festwochen.at

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Wiener Festwochen

15.5. bis 21.6.2026



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Alle Infos unter: www.festwochen.at/karten/kartenkauf

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Bewertungen & Berichte Wiener Festwochen

Ereignisse / Festspiele Wiener Festwochen 15.5. bis 21.6.2026
Ereignisse / Festival ImpulsTanz Wien 9.7. bis 9.8.2026
Ereignisse / Festival Ost-West Musikfest Niederösterreich 22.6. bis 4.10.2026
Ereignisse / Festival Herbstgold
Festival in Eisenstadt
16. bis 26.9.2026
Ereignisse / Festival Wiener Kabarettfestival 25.7. bis 1.8.2026
Ereignisse / Festival Theater im Park Wien 20.5. bis 17.9.2026
Familie+Kinder / Kinderprogramm Esterhazy Kids Eisenstadt, Esterházyplatz 5
Bildung / Festival ImpulsTanz Wien Workshops 9.7. bis 9.8.2026
Konzerte / Kulturveranstaltung Esterhazy Eisenstadt Eisenstadt, Esterházyplatz 5
Ausstellungen / Museum Weltmuseum Wien Wien, Heldenplatz
Ereignisse / Messe ViennaContemporary Wien, Trabrennstraße 7
Ereignisse / Festival Jazz Fest Wien Wien, Lammgasse 12/8
Ereignisse / Festival Wien Modern Wien, Lothringerstraße 20
Ereignisse / Festival Globe Wien
Marx Halle
Wien, Karl Farkas Gasse 19
Ereignisse / Festspiele Passionsspiele St. Margarethen St. Margarethen, Kirchengasse 22
Ereignisse / Festival Musiktheatertage Wien Wien, Neubaugasse 33/1/9

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