Time for New Gods! Von Florentina Holzinger bis Robert Wilson, von Narcissister bis Trajal Harrell, von Rébecca Chaillon bis Milo Rau, von Angélica Liddell bis Romeo Castellucci: Zum 75. Jubiläum verwandeln sich die Wiener Festwochen in die REPUBLIC OF GODS. An 34 Orten in ganz Wien werden vom 15. Mai bis zum 21. Juni Mythen und Ikonen zelebriert und hinterfragt, Regie-Lieblinge treffen auf Performance-Ikonen, Welttheater auf Debattenkultur und Sci-Fi-Religion auf uralte Epen beim „aktuell ‚hottesten‘ Theaterfestivals im deutschsprachigen Raum“ (nachtkritik).
Tickets Online, an den Tageskassen oder Abendkassen oder
Telefonisch: +43 1 589 22 11 (Mo–Fr, 10–15 Uhr)
Alle Infos unter: www.festwochen.at/karten/kartenkauf
Aus tausenden von Festwochen Plakaten schöpfend, zeigt die Ausstellung eine Auswahl der prägendsten Kampagnen der Wiener Festwochen und eröffnet ein außergewöhnliches Panorama auf deren Geschichte. Manche dieser Plakate spiegeln subtil den Zeitgeist wider, andere lösen bei den Bewohner:innen dieser Stadt sofort Erinnerungen aus: an unvergessene Theaterskandale, hitzige Debatten – und vor allem an große Kunsterlebnisse. Stadtgesellschaftlich brisante Ereignisse wie die Arena-Besetzung im Jahr 1976 klingen ebenso an wie ikonische Momente, etwa das Falco-Eröffnungskonzert 1985. Die Plakatchronik zeigt den Wandel der Zeiten und Designsprachen, vor allem aber die Entwicklung des Festivals selbst hin zu seiner heutigen Form und visuellen Identität. Im Zuge der Ausstellung wird zudem erstmals der gesamte Bestand des Festwochen Plakatarchivs digital zugänglich gemacht: grafische Experimente, visionäre Designentwürfe und legendär humorvolle Kampagnen.
Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des MAK – Museum für angewandte Kunst in Kooperation mit der Wienbibliothek im Rathaus
Hinweise
Jede Eintrittskarte der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2026 ermöglicht bis 20. September den ermäßigten Eintritt zu 10 Euro.
Zum ersten Mal widmet sich in Österreich eine umfassende Einzelausstellung dem visionären deutschen Radikalkünstler Christoph Schlingensief (1960–2010). Bei den Wiener Festwochen hatte er im Jahr 2000 mit seiner Container-Aktion Bitte liebt Österreich – Erste österreichische Koalitionswoche die fremdenfeindliche Regierungspolitik der FPÖ zum Thema gemacht und mit einer Vermischung von Wirklichkeit und Kunst die ganze Stadt in Aufruhr versetzt. Die Ausstellung präsentiert neben der Container-Aktion weitere zentrale Arbeiten des Ausnahmekünstlers, wie etwa die Installation Church of Fear, in der Schlingensief nach den Anschlägen vom 11. September 2001 den „Glauben an die Angst“ zum Dogma erhob, die Polit-Kampagne Chance 2000 – Partei der letzten Chance, Filmarbeiten aus dem Amazonas zu seiner Wagner-Inszenierung Der Fliegende Holländer oder das Videokunstwerk The African Twin Towers. Die Ausstellung zeigt, wie Schlingensiefs radikal persönliche Kunst zwischen Provokation und Kunstvertrauen auch heute noch irritiert und inspiriert.
Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, MAK – Museum für angewandte Kunst und Gropius Bau/Berliner Festspiele
Jede Eintrittskarte der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2026 ermöglicht bis 13. September den ermäßigten Eintritt zu 10 Euro.
„BITTE LIEBT SCHLINGENSIEF“
12. Mai, 18 Uhr, Diskussion mit Lilli Hollein, Aino Laberenz und Milo Rau, Moderation: Raphael Gygax. Eintritt frei!
KÜNSTLER:INNENFÜHRUNGEN
15. / 29. Mai, 12. / 19. Juni, jeweils 16.30 Uhr, Programm und Anmeldung unter mak.at
Künstlerisches Team: Kuratiert von Raphael Gygax in Zusammenarbeit mit Aino Laberenz, Ausstellungsorganisation Mario Kojetinsky, Assistenzkurator Max Appel-Palma
Dank: Mit freundlicher Unterstützung des Dorotheum
Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 kreist um die enge Verbindung zwischen klassischer Musik und Macht: Als Chopin seinen Marche funèbre (Trauermarsch) komponierte, hätte er wohl kaum ahnen können, dass er einmal bei den Beerdigungen ideologisch völlig gegensätzlicher Führer:innen gespielt werden würde – etwa der britischen Premierministerin Margaret Thatcher oder dem Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah. Ist es nicht die Musik selbst, die in solchen Momenten beerdigt wird: wenn sie ihrer Freiheit beraubt und für die Glorifizierung von Führer:innen instrumentalisiert wird? Mit unnachahmlicher Schärfe und feinem Humor sezieren Lina Majdalanie und Rabih Mroué das Zusammenspiel von Macht, Tod und Musik. Die aus Beirut stammenden, inzwischen in Berlin lebenden Künstler:innen, deren Werke weltweit gezeigt werden, entwickeln für die Republic of Gods ein genauso humorvolles wie politisch brisantes Volksstück.
Eine gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Volkstheater Wien
Das Volksstück ist inzwischen ein genauso festes wie beliebtes Ritual in der Freien Republik Wien: Wanderstücke mit maximal zwei Schauspieler:innen und wenig Technik, die jedes Jahr von einer:einem anderen Künstler:in inszeniert und in Gemeindezentren, auf Fußballplätzen, Freilichtbühnen und an anderen spannenden Orten aufgeführt werden. Nach Die Rechnung von Tim Etchells(2024) und Ein gefräßiger Schatten von Mariano Pensotti (2025) folgt nun als gemeinsame Produktion der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des Volkstheater Wien Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2 von Lina Majdalanie und Rabih Mroué. Volkstheater auf höchstem Niveau, Welttheater für alle.
Regie: Lina Majdalanie, Rabih Mroué
Mit: Augustin Groz und Claudia Kottal
Dramaturgie: Julia Engelmayer
Produktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, Volkstheater Wien
Weltpremiere Mai 2026, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
Die Vorstellungen in Wien werden unterstützt von Institut Français d'Autriche.
Sprache: Deutsch
Dauer: ca. 60 Min.
Empfohlen ab 14 Jahren
Termine
Fr 19.6.2026, 17:00 | Ticket Wien
So 21.6.2026, 14:00 | Ticket Wien
Ort
Wiener Festwochen
Lehárgasse 11/1/6
A-1060 Wien
Grätzl-Zentrum Hernals
Wattgasse 96-98/9/1
A-1170 Wien
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
„15 minutes of fame“ hat Andy Warhol uns einst versprochen. Jeder Mensch und jede Biografie könne zur Keimzelle eines Mythos werden. Nicht nur die Geschichten von Agamemnon, Orest, Ödipus und Co. können folglich den Stoff für große Theaterabende liefern. Auf die Suche nach den neuen Mythen Wiens hat sich der schwedische Regisseur und Autor Mattias Andersson in einem groß angelegten Prozess über ein Jahr hinweg gemacht. Alle Bewohner:innen waren eingeladen, ihre Geschichten zu teilen: „Welcher Moment deines Lebens gehört auf die große Bühne? Und welches Detail daran würdest du doch noch verändern wollen?“, fragte Andersson. Mythen des Alltags lässt die Menschen aus Wien zu den Urheber:innen ihres eigenen Mythos werden. Ihre Biografien fließen in einem polyfonen Panorama der Stadt zusammen und Mattias Andersson, zusammen mit dem Ensemble des Volkstheaters, verdichtet sie zu einem Theaterabend: bewegend, heterogen, komisch und überraschend. Eine Hommage an die Vielfalt.
Eine gemeinsame Produktion des Volkstheater Wien und der Wiener Festwochen I Freie Republik Wien
Regie: Mattias Andersson
Mit: Bernardo Arias Porras, Aleksandra Ćorović, Nancy Mensah-Offei, Paula Nocker, Nick Romeo Reimann, Karoline Marie Reinke, Günther Wiederschwinger, Johanna Wokalek
Bühne, Kostüm: Ulla Kassius
Musikalische Leitung: Anna Sóley Tryggvádottir
Licht: Charlie Åström
Dramaturgie: Tobias Schuster
Produktion: Volkstheater Wien, Wiener Festwochen | Freie Republik Wien
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Soziologie der Universität Wien
Sprache: Deutsch, Bosnisch-Serbisch-Kroatisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Empfohlen ab 14 Jahren
Dauer: ca. 2 Std.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
27. Mai 2026, im Anschluss an die Vorstellung
MYTHICAL ARK
Die Offenbarung von Mattias Andersson, 7. Juni
Dora or who's going to stitch the vests
Andreja Kargačin
Doroteja Antić, genannt Dora, und die junge Theatermacherin Andreja Kargačin sind seit Kindheitstagen Freundinnen. Nun lebt die eine im Exil und die andere weiß nicht, was sie nach der Premiere dieses Stücks in Belgrad erwartet. Im November 2024 begannen in Serbien die Studierendenproteste. Auslöser war der Einsturz des neu renovierten Bahnhofsvordachs in Novi Sad am 1. November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen; die fahrlässige, überteuerte Renovierung ist Teil einer Serie von Korruptionsskandalen der regierenden Serbischen Fortschrittspartei. Seit 2024 haben sich die Proteste zu einer breiten zivilgesellschaftlichen Bewegung entwickelt. Die Reaktion der Regierung: Verhaftungen und Bezichtigungen des Terrorismus. DORA or Who’s Going To Stitch the Vests basiert auf den intimen Briefen der beiden Freundinnen und führt uns in eine Welt der Polizeigewalt, der weiblichen Wut, des Patriotismus sowie der Frage nach einer lebenswerten Zukunft – in einem Land, das Kunst zensiert und Aktivismus kriminalisiert.
Text: Andreja Kargačin, Doroteja Antić
Mit: Andreja Kargačin, Natalija Stepanović, Doroteja Antić
Rechtliche Beratung: Emina Đuran Milić
Dramaturgie, Mentoring: Ana Dubljević
Bühne, Kostüm: Ema Pavlović
Mit Musik von Katarina Ranković Produktion Lenka Miloradović Beratung Borisav Matić, Miloš Lolić
Produktion: BITEF Theatre (Belgrad)
Weltpremiere Dezember 2025, BITEF Theatre (Belgrad)
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Serbisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 105 min
RESISTANCE NOW! Talk: 14. Juni 2026, Systematic Attacks on Arts and Culture
im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Mo 15.6.2026, 20:00 | Ticket
Di 16.6.2026, 20:00 | Ticket
Ort
Theater Nestroyhof Hamakom
Nestroyplatz 1
A-1020 Wien
Susanne Kennedy & Markus Selg, Yi-Chen Lin
von Richard Wagner
Richard Wagners letztes Werk führt mitten in die Gemeinschaft um den Heiligen Gral, die in einer tiefen Krise steckt. Die Gralsritter warten auf den „durch Mitleid wissenden Toren“, der sie erlösen soll – und erkennen ihn im jungen Parsifal. Weit über hundert Personen umfasst die Besetzung der großen und als „Bühnenweihfestspiel“ bezeichneten Komposition Wagners, das er selbst als heiligen Akt verstanden wissen wollte. Die deutsche Regisseurin Susanne Kennedy und der bildende Künstler Markus Selg transformieren diesen Wunsch in die Gegenwart und lassen das Publikum in eine Welt aus archaischen wie futuristischen Ästhetiken, religiösen Symbolen und KI-generierten Bildern eintauchen. Inspiriert von christlichen Motiven, Lehren des Buddhismus und Gedanken aus dem Hinduismus schaffen sie ein Ritual auf der Suche nach spirituellen Ebenen hinter den Schleiern der digitalen und materiellen Welt.
Richard Wagner: Parsifal
Ein Bühnenweihfestspiel in drei Akten
Herausgegeben nach dem Text der Richard-Wagner-Gesamtausgabe von Egon Voss und Martin Geck
Weltpremiere September 2025, Opera Ballet Vlaanderen (Gent)
Mit: Russell Thomas (Parsifal), Dshamilja Kaiser (Kundry, Stimme aus der Höhe), Albert Dohmen (Gurnemanz), Kartal Karagedik (Amfortas), Werner Van Mechelen (Klingsor), Kurt Rydl (Titurel), Werner van Mechelen (Klinsor), Kartal Karagedik (Amfortas), Lulama Taifasi (Erster Gralsritter), Smelo Mahlangu (Zweiter Gralsritter), Chelsea Guo (Erster Knappe/Viertes Blumenmädchen), Camila Aguilera Yañez (Zweiter Knappe/Sechstes Blumenmädchen), Martin Piskorski (Dritter Knappe), Timothy Veryser (Vierter Knappe), Maria Chabounia (Erstes Blumenmädchen), Ondelwa Martins (Zweites Blumenmädchen), Mira Alkhovik (Drittes Blumenmädchen), Zofia Hana (Fünftes Blumenmädchen), Dshamilija Kaiser (Stimme aus der Höhe), Dominic Santia (Performer/Choreograf), Ixchel Mendoza, Melyn Chow, Sjaid Foncé, Martina de Domenic, Anna Maria Sturm (Performer:innen) und weiteren
Orchester: ORF Radio-Sinfonieorchester Wien
Chor: Arnold Schoenberg Chor & Gumpoldskirchner Spatzen
Regie: Susanne Kennedy
Konzept: Susanne Kennedy, Markus Selg
Musikalische Leitung: Yi-Chen Lin
Bühne, Video: Markus Selg
Mitarbeit Videodesign, kreative Technologien: Warja Rybakova
Kostüm: Andra Dumitrascu
Licht: Sascha Zauner
Choreografie: Dominic Santia
Dramaturgie: Tobias Staab
Musikdramaturgie: Piet De Volder
Produktion: Opera Ballet Vlaanderen
Koproduktion: Wiener Festwochen I Freie Republik Wien
In Kooperation mit der Volksoper Wien
Mit Unterstützung des Tax Shelter Programms der belgischen Regierung
Mit freundlicher Genehmigung von UNIVERSAL EDITION AG, Wien, in Vertretung von Schott Music GmbH & Co. KG
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Deutsch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 5 Std. 20 Min., inkl. 2 Pausen
WERKSEINFÜHRUNG:
15. Juni 2026, vor der Premiere (ab 17.15 Uhr)
19. Juni 2026, vor der Vorstellung (ab 17.15 Uhr)
Termine
Mo 15.6.2026, 18:00 | Ticket
Mi 17.6.2026, 18:00 | Ticket
Fr 19.6.2026, 18:00 | Ticketund weitere Termine
Mit feiner Melancholie umtanzen Gob Squad in ihren Arbeiten das anarchische Chaos des Seins. So haben sie sich in die Herzen des internationalen Publikums gespielt und wurden kürzlich mit dem Silbernen Löwen der Theater-Biennale in Venedig ausgezeichnet. Unvergessen ist in Wien die Produktion Kitchen des deutschbritischen Performance-Kollektivs, in der die Performer:innen nach und nach durch das Publikum ausgetauscht werden. Doppelgänger/Doppelganger knüpft an diese legendäre Arbeit an. Im Zentrum steht die Rekonstruktion einer vertrauten Szene: eine familiäre Geburtstagsfeier, inspiriert von Aufnahmen und Erinnerungen aus der Jugend der Gob-Squad-Mitglieder. Doch wer spielt hier welche Rolle? Und wer entscheidet überhaupt, was als Nächstes geschieht? Schnell zeigt sich: Hier bestimmen mehr Personen das Geschehen als zunächst gedacht. Die Geburtstagsgesellschaft kippt in eine surreale Vision voller unerwarteter Wendungen, in der verschiedene Identitäten und Stimmen unerbittlich darum kämpfen, gehört zu werden.
Konzept: Gob Squad
Entwicklung und Performance: Johanna Freiburg, Sean Patten, Tatiana Saphir, Sharon Smith, Berit Stumpf, Sarah Thom, Bastian Trost, Simon Will
Sounddesign: Sebastian Bark, Julio Zúñiga
Videodesign: Miles Chalcraft
Bühne und Kostüm: Nina von Mechow, Amir Baltić
Licht und Technische Leitung: Chris Umney
Dramaturgie und Produktionsleitung: Christina Runge
Künstlerische Mitarbeit: Katharina Joy Book, Ben Goldby, Simon Kernen
Assistenz Bühne und Kostüme: Tina Hübner
Company Management: Heleen De Boever, Caroline Gentz, Talea Schuré, Grischa Schwiegk
Produktion: Gob Squad
Koproduktion: Wiener Festwochen | Freie Republik Wien, HAU Hebbel am Ufer Berlin, &Espoo Theatre
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds (Deutschland)
Gob Squad werden von der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin institutionell gefördert.
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Deutsch, Englisch
Dauer: ca. 90 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
19. Juni, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Do 18.6.2026, 19:30 | Ticket
Fr 19.6.2026, 19:30 | Ticket
Sa 20.6.2026, 19:30 | Ticketund weitere Termine
Im Jahr 1840 lebt hundert Kilometer nördlich von Edo, dem heutigen Tokio, auf einem abgelegenen Bauernhof die blinde Frau Iku mit ihrem Mann. Die Dorfbewohner:innen besuchen Iku für therapeutische Massagen, denn ihre Berührungen lindern nicht nur die Leiden des Körpers, sondern auch jene des Herzens. Als der Winter in den Bergen hereinbricht, erscheint eine junge blinde Frau, Sayo, um die Kunst der Massage zu erlernen – und die Erzählung nimmt eine unerwartete Wendung … In Sleeping Fires erzählt der japanische Theatermacher Kurō Tanino die Begegnung von Sayo, einer von Gewalt verletzten Frau, mit Iku, die den Schmerz anderer tiefer spürt als irgendjemand sonst. Gemeinsam mit blinden Performerinnen und im realistischen Bühnenbild einer ländlichen, zutiefst spirituellen Welt erzählt Tanino, Meister der Poesie des Alltags, eine genauso intime wie universale Geschichte: von Schmerz und der Hoffnung, die dann entsteht, wenn Menschen einander „berühren“.
Produktion: Niwa Gekidan Penino, Arche LLC
Coproduktion: NO Limits
Mit Unterstützung von Arts Council Tokyo
Weltpremiere März 2026, No Limits Festival (Hongkong)
Empfohlen ab 14 Jahren
Sprache: Japanisch mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 110 Min.
PUBLIKUMSGESPRÄCH:
20. Juni, im Anschluss an die Vorstellung
Termine
Fr 19.6.2026, 20:00 | Ticket
Sa 20.6.2026, 20:00 | Ticket
So 21.6.2026, 20:00 | Ticket
Universität Angewandte Kunst Wien
Klasse für Transmediale Kunst
Das schwimmende Haus der Republik lädt dieses Jahr zu einer Reise durch Nebelräume und Zwischenwelten. Let us sail into an ocean of color, bodies and sound: Für die Republic of Gods entwerfen die Studierenden der Klasse Transmediale Kunst eine Kosmologie von Mythen aus aller Welt. Hier wird sinnliche Erfahrung zur Methode der Erkenntnis: Ekstatische Rituale und Bildwelten öffnen Übergänge zwischen Traum und Wirklichkeit, Hoffnung und Verzweiflung, und Sagengestalten wie das Donauweibchen werden zum Leben erweckt.
Jeden Mittwochabend gestalten die Studierenden eine einmalige Special Edition von Transmythical mit Installationen, Performances und Musik!
Mittwoch bis Sonntag
Jeden Mittwoch: Special Edition
Haus der Republik – Badeschiff
Eintritt frei!
Termin
Mi 17.6.2026, 16:00 - 0:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Steuert die Menschheit ihrem Ende entgegen? Religiöse Sekten erwarten die Apokalypse, während Kapitalismuskritiker:innen und Kollapsolog:innen mögliche Zusammenbrüche analysieren. Ein Abend über die Faszination des Weltuntergangs und die Chancen des Umbruchs.
Nenda, Sakura, Lorenz Ambeek und Xavier Plus – das klingt nach dem Lineup eines Musikfestivals, ist in Wahrheit aber die Besetzung der Festwochen Band Gods Republic , dem popmusikalischen Kraftzentrum der Republic of Gods. Für die große Eröffnung auf dem Heldenplatz aus der Taufe gehoben und mit kosmischer Kraft gesegnet, kuratiert jedes ihrer Mitglieder im Laufe des Festivals einen Freitagabend im Club der Republik: Neben dem eigenen Set präsentieren sie unterschiedlichste Musiker:innen der Wiener und internationalen Szene. Ein Kaleidoskop unvergesslicher Konzerte, das die Republik zum Beben bringt.
Nicht am 22. Mai!
Termin
Fr 19.6.2026, 22:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Jeweils in der Nacht von Samstag auf Sonntag feiert die Freie Republik Wien mit Nachtschwärmer:innen, Party-Kollektiven und Kooperationspartner:innen rauschhafte Partys zwischen Ritual und Hingabe. Der Club der Republik zelebriert die Religion des Lebens!
Wie hast du’s mit der Religion? – fragt Gretchen Faust. Lulu Obermayer, die sowohl in der Oper, im Theater als auch im Performancebereich zu Hause ist, erkundet mit Gretchen-frage, wie liturgische Formen und Rituale als ästhetische DNA im westlichen Theater fortwirken.
Sprache: Deutsch
Dauer: ca. 60 Min.
Termin
So 21.6.2026, 21:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Am Sonntag, den 21. Juni, sind alle Sterblichen und Unsterblichen eingeladen, das Finale der Republic of Gods (und die Sommersonnenwende) im Haus der Republik zu zelebrieren. Das Badeschiff und die Sonnendecks sind ab 10 Uhr geöffnet und es gibt Programm bis in die Nachtstunden. Das Volksstück macht ein letztes Mal halt und die Workshop-Reihen Woran wir glauben und Oh my Godness! zeigen, was sie über den Festivalzeitraum erarbeitet haben. Der Rat der Republik diskutiert in einer öffentlichen Sitzung die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zu den Punkten Fundraising und Quoten aus der Wiener Erklärung – also der Frage nach Repräsentation und Kapital, den zwei heimlichen Göttinnen unserer Zeit. Bei Sonnenuntergang findet auch noch ein letztes Mal die Performancereihe Mythical Ark statt. Und wenn das Wetter hält und das mythische Donauweibchen einwilligt, dann wird geschwommen … ein Übergangsritus der besonderen Art.
Termin
So 21.6.2026, 10:00 | Eintritt frei!
Ort
Haus der Republik - Badeschiff
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
A-1010 Wien
Der Campus im Haus der Republik bietet mittlerweile jedes Jahr mehr als 150 Studierenden aus der ganzen Welt ein Forum. Dieses Jahr heißt die Freie Republik Wien Gruppen aus Wien, Linz, München und Bratislava willkommen. Die Studierenden besuchen Vorstellungen und nehmen an einem kuratierten Programm aus Diskussionen, Workshops und Vorlesungen teil. Ein Ort interdisziplinärer Begegnungen, spannender Impulse und neuer Netzwerke.
In Kooperation mit Academy of Performing Arts Bratislava, Akademie der bildenden Künste Wien, Kunstuniversität Linz, Max Reinhardt Seminar, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Theaterakademie August Everding München, Universität für angewandte Kunst Wien, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Universität Wien
Hast du schon einmal ein göttliches Wesen gesehen? Im Kinder- und Jugendprogramm im schwimmenden Haus der Republik dreht sich alles um das Äußere und Innere von Göttern und Göttinnen: Wie sehen sie aus? Sind sie unsichtbar oder zeigen sie sich nur jenen, die fest an sie glauben? Und kann man sie eigentlich hören? In den Workshops entwerfen die jungen Teilnehmer:innen gemeinsam göttliche Wesen, die alle ein zentrales Element verbindet: das Wasser. Mit ausgedienten Schwimmnudeln, Schläuchen, Schwimmreifen und Flügerln ent-stehen einzigartige Wasserwesen. Neben dem Bauen und Gestalten werden in einer Soundwerkstatt die Stimmen und Klänge der neuen Gottheiten erforscht und in der Grafikwerkstatt außerdem Spielkarten und Poster gestaltet, die ihre Superkräfte sichtbar machen. So entsteht ein ganzes audiovisuelles Universum rund um die frisch erschaffenen Wasserwesen!
Künstlerische Leitung: Moritz Matschke, Anna Pech (Bildungs- und Kulturverein A.R.E.A.L.)
Termine öffentliche Workshops: 30. Mai, 6. Juni, 11–17 Uhr
Abschlusstag: 21. Juni
Workshoptermine für Schulklassen:
20./21./27./28. Mai, 3./10./11./17./18. Juni
3 Schulstunden / Uhrzeit nach Vereinbarung
ZOOM Kindervorlesung: Warum? Darum! Aber warum darum?
Für Schulklassen (3. bis 5. Schulstufe)
Im Rahmen der Republic of Gods machen die ZOOM Kindervorlesungen, die seit 2003 junge Menschen ab acht Jahren für unterschiedlichste Forschungsbereiche begeistern, erneut Station im Haus der Republik. Zwei Kindervorlesungen für Schulklassen verwandeln das Badeschiff in einen Ort des lebendigen Diskurses für Kinder und Jugendliche. Das junge Publi-kum darf und soll Fragen stellen, sich einbringen und die Vortragenden mit seiner Neugierde herausfordern.
Schon einige Wochen vor Beginn des Festivals haben Kinder und Jugendliche bei Spezial-Workshops im ZOOM Medienbereich die Möglichkeit, ihre Ideen und Perspektiven zur Republic of Gods in Form von Trickfilmen zu verarbeiten.
Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Filmvorführung im Festivalzentrum zu sehen sein.
Workshop-Reihe von Demokratie, was geht?: Woran wir glauben
Für Jugendliche/junge Erwachsene (14-25 Jahre)
In dieser Workshop-Reihe bekommst du Raum, laut zu werden – mit Worten, Bildern, Beats oder deiner Stimme. Gemeinsam experimentieren wir und finden Wege, um Gedanken, Zweifel, Wut, Hoffnung oder Visionen hör- und sichtbar zu machen. Was glauben wir, was macht uns Mut und was muss sich verändern?
Wir diskutieren Fragen zu Sprache und Vielfalt, Gemeinschaft und Solidarität, Identität und Zugehörigkeit und finden künstlerische Ausdrucksweisen. Zum Abschluss, am letzten Tag des Festivals, gibt es eine Bühne für diese Geschichten, die selten Platz bekommen – von dir erzählt, gestaltet, performt. Hier bestimmst du die Botschaft!
In Kooperation mit MellowYellow: Schulworkshop zu KASSANDRA
Für Kinder und Jugendliche (ab 12 Jahren)
MellowYellow, das inklusive Kunstprojekt für Schulen, startet 2026 erstmals eine Zusammenarbeit mit der Freien Republik Wien. Im Stück KASSANDRA lässt die polnische Regisseurin Marta Górnicka einen Chor moderner Kassandras verschiedener Generationen, Sprachen, Hintergründe und Fähigkeiten auftreten, deren Stimmen oftmals ungehört bleiben. Als Vorbereitung auf diesen Theaterbesuch kommt MellowYellow mit Kunst-Interventionen voller bewegter Kreativität in die Schulklasse.
Mit MellowYellow wird der Turnsaal zur Bühne und die Schulglocke zum Soundtrack. Durch das künstlerische Arbeiten auf Augenhöhe vermittelt MellowYellow zeitgenössische Tanzkunst, körperlichen Ausdruck und Inklusion. Inklusion? - Wir reden nicht viel darüber, wir bringen sie einfach mit.
Professionelle Künstler:innen kommen im sogenannten Mixed-Abled Team – bestehend aus Künstler:innen mit und ohne Behinderung – für 1,5 Tage in die Schule. Die Schüler:innen bekommen die Möglichkeit, sich spielerisch an der künstlerischen Praxis auszuprobieren, erheben gemeinsam ihre Stimme und werden so ganz nebenbei an die Themen des Theaterstücks herangeführt.
Ablauf:
Zw. 18. Mai und 2. Juni (Termin nach Vereinbarung)
10–15.30 Uhr Aktionstag in der Schule
3. Juni: 19.30 Uhr Vorstellungsbesuch KASSANDRA von Marta Gornicka, Akademietheater
Zw. 8. und 19. Juni (Termin nach Vereinbarung): Reflexionstreffen (ca. 2 Stunden) in der Schule
Die Aktionstage können kostenlos angeboten werden, für die Schulen entstehen einzig die Kosten für den Theaterbesuch von 9 Euro pro Person.
In Kooperation mit MellowYellow: Schulworkshop zu KASSANDRA bewerten:
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Bewertungen & Berichte In Kooperation mit MellowYellow: Schulworkshop zu KASSANDRA
30
Wiener Festwochen
15.5. bis 21.6.2026
Time for New Gods! Von Florentina Holzinger bis Robert Wilson, von Narcissister bis Trajal Harrell, von Rébecca Chaillon bis Milo Rau, von Angélica Liddell bis Romeo Castellucci: Zum 75. Jubiläum verwandeln sich die Wiener Festwochen in die REPUBLIC OF GODS. An 34 Orten in ganz Wien werden vom 15. Mai bis zum 21. Juni Mythen und Ikonen zelebriert und hinterfragt, Regie-Lieblinge treffen auf Performance-Ikonen, Welttheater auf Debattenkultur und Sci-Fi-Religion auf uralte Epen beim „aktuell ‚hottesten‘ Theaterfestivals im deutschsprachigen Raum“ (nachtkritik).
Tickets Online, an den Tageskassen oder Abendkassen oder
Telefonisch: +43 1 589 22 11 (Mo–Fr, 10–15 Uhr)
Alle Infos unter: www.festwochen.at/karten/kartenkauf